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05.10.2025 | (rsn) – Aaron Gate (XDS – Astana) hat die 8. und letzte Etappe der Tour de Langkawi (2.Pro) von Tangkak nach Kuala Lumpur über 180 Kilometer gewonnen. Er setzte sich im Finale aus der Favoritengruppe ab und schlug aus der Zielgeraden Aivaras Mikutis (Tudor) und Nil Gimeno (Kern Pharma), der zur Gruppe des Tages gehört hatte.
Joris Delbove (TotalEnergies) geriet auf den letzten 30 Kilometern der Etappe unter Druck und verlor zeitweise sogar den Anschluss an seine direkten Konkurrenten. Letztendlich konnte er seine Gesamtführung aber verteidigen und die Rundfahrt mit drei Sekunden Vorsprung auf Anders Johannessen (Uno-X Mobility) gewinnen. Das Podium komplettierte Yannis Voisard (Tudor) vor Nicolas Vinokourov (XDS – Astana) und Cedrik Christophersen (Unibet - Tietema Rockets). Dessen Teamkollege, der als Gesamtvierter ins Rennen gegangene Adrien Maire, musste die Rundfahrt krank verlassen.
Für Gate war es bereits der vierte Saisonsieg. “Aber meine Beine tun jetzt weh, das war ein hartes Finale“, gab der 34-Jährige zu. “Ziel A war es, Nico aufs Podium zu kriegen. Aber am Ende musste ich dann einfach meine eigene Chance mit beiden Händen ergreifen“, so Gate, dessen Teamkollege Vinokourov den Sprung aufs Podest verpasst hatte. Über die Enttäuschung konnte er sich mit seinem eigenen Erfolg hinwegtrösten. “Immerhin haben wir so eine 50 prozentige Erfolgsquote“, lachte er.
Um die zu erreichen, musste er auf den letzten vier Kilometern alles auf eine Karte setzen, um den letzten verbliebenen Ausreißer, Gimeno, noch einzuholen. “Er war eine schöne Karotte. Ich hatte ihn im Finale vor der Nase und ich wusste nicht, ob ich ihn noch würde einholen können“, so Gate, der noch Mikutis am Hinterrad hatte. “Mit ihm habe ich ein wenig Katz und Maus gespielt. Er wollte nicht mitführen und sagte, dass er nicht sprinten würde. Aber den Trick kenne ich“, erklärte der XDS-Profi, der auf dem letzten Kilometer tatsächlich vom Litauer angegriffen wurde. “Da zählte dann nur noch meine Willenskraft. Ich habe den Kopf runtergenommen und ihn auf den letzten 100 Metern eingeholt.“
Gastfahrer Oliver Peace (Picnic – PostNL), Gimeno und Roberto Gonzalez (Solution – Vini Fantini) formten das Trio des Tages, das eingangs der letzten Kilometer mit 2:30 Minuten Vorsprung in die Hügelzone ging. Dort erhöhte Uno-x Mobility das Tempo, was Johannessen mit noch 29 zu fahrenden Kilometern zu einer Attacke nutzte. Insgesamt 13 Mann lösten sich, Leader Delbove war zunächst nicht dabei, bereinigte die Situation aber mit einigen anderen Athleten in der Abfahrt wieder.
Am zweiten Anstieg bewies Gimeno 18 Kilometer vor dem Ziel, dass er der beste Kletterer der Ausreißer war. Sein Vorsprung auf das Feld betrug eine Minute, dazwischen hatte sich noch Patrick Eddy (Picnic – PostNL) in Stellung gebracht, der wurde dann aber von der Flagge eines Zuschauers gestoppt. Der Australier musste absteigen, um den Stoff aus seinem Vorderrad zu bekommen.
Im Feld eröffnete Gate die Debatten, doch mit noch 16 zu fahrenden Kilometern wurde er vom attackierenden Johannessen überholt. Voisard folgte und auch Delbove war dieses Mal stark genug, um mitzugehen. So hatten die Favoriten den Ausreißer an der Kuppe fast gefangen, doch Gimeno zog unbeirrt durch und baute seinen Vorsprung wieder aus.
Die letzten 10 Kilometer nahm der Spanier mit 15 Sekunden Vorsprung in Angriff. Im Feld arbeitete nur Simon Dalby (Uno-X Mobility), der die Lücke aber nicht schließen konnte und eingangs der letzten 4 Kilometer aufgab. Dann begannen die Attacken. Gate fuhr innerhalb von zwei Kilometern zum Spitzenreiter vor und hatte dabei Mikutis am Hinterrad. Der Litauische Meister probierte 700 Meter vor dem Ziel den Neuseeländer zu überraschen, doch der ließ sich nicht beeindrucken und kam wieder an seinen Fluchtgefährten heran und vorbei.
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