RSNplusDie österreichischen KT-Teams 2026: WSA - KTM - Graz

Jung, heimisch, geländeerprobt: Graz wagt den großen Umbruch

Von Arthur Lenné

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Geschlossen in die Saison 2026: Mit einem der jüngsten Kader des Pelotons und einer reinen Österreicher-Mannschaft geht WSA - KTM - Graz an den Start. | Foto: Alexander Brus

19.06.2026  |  (rsn) – Mit einem Durchschnittsalter von nur knapp über 20 Jahren und einer konsequenten Ausrichtung auf den heimischen Nachwuchs startete das steirische Team WSA - KTM - Graz in die Saison 2026. Der Rennstall aus der Landeshauptstadt bleibt seiner Philosophie treu: Im Aufgebot stehen ausschließlich Österreicher, wobei die enge Verzahnung mit dem Mountainbike-Sport für frischen Wind sorgt.

Der Winter markierte für die Grazer eine Zäsur in Sachen Verjüngung. Gleich fünf Fahrer rückten aus dem eigenen Junioren-Nachwuchsteam, das über 20 Jugendliche betreut, in den Kontinental-Kader auf. "Wir haben die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr massiv verjüngt. Es ist unser Weg, talentierten Jungs aus der Region die Chance zu geben, sich auf internationalem Niveau zu beweisen", erklärte Teamchef Christoph Resl gegenüber RSN. 

Mit Lukas Hatz stieß zudem ein echtes Schwergewicht der Offroad-Szene zum Team. Der Österreichische Staatsmeister im Cross Country (MTB) sucht 2026 die Herausforderung auf dem Asphalt. ___STEADY_PAYWALL___

Die Kooperation mit dem in Graz ansässigen KTM Factory Team (Mountainbike) ist ein zentraler Pfeiler der neuen Strategie. Neben Hatz wird auch der talentierte Maks Alfred Barret Maunz, der weiterhin im Mountainbike-Weltcup startet, das Straßenprogramm der Grazer verstärken. Die technische Versiertheit und die Schnellkraft der Geländespezialisten sollen dem Team vor allem bei schweren Klassikern und in hektischen Rennphasen zugutekommen.

Verjüngung als Programm: Mit einem Altersdurchschnitt von nur knapp über 20 Jahren setzt WSA - KTM - Graz 2026 konsequent auf den steirischen Nachwuchs. | Foto: Alexander Brus

An der Spitze jedoch setzt WSA - KTM - Graz auf bewährte Kräfte. Martin Messner und Thomas Tichler gelten als die "Anker" der Mannschaft. Der 26-jährige Messner, der sich als einer der stärksten österreichischen Kletterer etabliert hat, ist der erklärte Kapitän für die Gesamtwertungen bei Etappenrennen. Sein großes Ziel ist die Tour of Austria (2.1), die 2026 mit einem spektakulären Finale am Großglockner aufwartet. "Martin ist am Berg eine Bank. Wir wollen ihn bei der Heimrundfahrt so gut wie möglich unterstützen und uns in den Spitzengruppen zeigen", kündigte Resl an.

Messner als Anker für die Tour of Austria

Der Rennkalender führt die Grazer 2026 vermehrt auf den Balkan. Da der Hauptsponsor WSA (Waste Service Austria) dort geschäftlich stark engagiert ist, stehen Rundfahrten in Albanien, Bosnien, Serbien und Rumänien im Programm. "Dort kennt man uns mittlerweile, und es ist für unsere Partner wichtig, dass wir dort Präsenz zeigen", erklärte Resl. Zudem betont der Teamchef die Wichtigkeit der heimischen Road Cycling League Austria für die Sponsorenpräsenz.

Präsenz auf dem Balkan: Mit Rundfahrten in Albanien, Bosnien, Serbien und Rumänien wollen sich die Grazer auch international in den Spitzengruppen zeigen. | Foto: Alexander Brus

Wirtschaftlich steht das Team auf einem soliden Fundament. WSA geht bereits in seine 16. Saison als Hauptsponsor – eine im Radsport seltene Beständigkeit. Neu an Bord ist mit "Nova Labs" ein Partner, dessen Gründer eine besondere Vergangenheit in Graz hat: Der ehemalige WSA-Fahrer David Schweiger unterstützt seinen alten Rennstall nun mit seiner Firma für Nahrungsergänzungsmittel. "Es ist eine schöne Geschichte, wenn ehemalige Athleten dem Team auf diese Weise etwas zurückgeben", freute sich Resl.

Treue Partner und ein "Heimkehrer" als Sponsor

Beim Material vertraut WSA - KTM - Graz weiterhin auf die Rennmaschinen aus Mattighofen. Seit 2020 stattet KTM Bike Industries das Team aus. Für die Bekleidung zeichnet erneut die Firma MAS Sportswear aus Oberösterreich verantwortlich, die ihre Produkte in Italien fertigen lässt. 

Eine besondere Rolle im Kader spielt zudem Franz-Josef Lässer: Der erfolgreiche Paracyclist bestreitet neben seinen Weltcup-Einsätzen im Behindertensport auch ein volles Straßenprogramm im Elite-Bereich und dient den jungen Talenten als Vorbild in Sachen Disziplin und Motivation.


Fakten zur Saison 2026:

Das Aufgebot: Maks Alfred Barret Maunz (Österreich / 19 Jahre), Jonas Dornhofer (Österreich / 18), Matthias Esterl (Österreich / 18), Lukas Hatz (Österreich / 23), Christoph Holzer (Österreich / 21), Christof Huber (Österreich / 18), Franz-Josef Lässer (Österreich / 25), Martin Messner (Österreich / 26), Felix Prünster (Österreich / 18), Jakob Sertic (Österreich / 21), Florian Sieber (Österreich / 19), Thomas Tichler (Österreich / 25).

Neuzugänge: Lukas Hatz, Christoph Holzer, Maks Alfred Barret Maunz, Christof Huber, Matthias Esterl, Jonas Dornhofer, Felix Prünster.

Teamleitung: Christoph Resl.

Sportliche Leiter: Daniel Auer, Felix Dyczek, Werner Faltheiner.

Material:
Rahmenhersteller: KTM
Bekleidung: MAS Sportswear
Ernährung: Nova Labs / Golden Shot

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