RSNplusDie österreichischen KT-Teams 2026: Vorarlberg

Klares Ziel: Top-Ranking in der UCI-Europe Tour

Von Judith Krahl

Foto zu dem Text "Klares Ziel: Top-Ranking in der UCI-Europe Tour"
Zwölf Fahrer aus vier Nationen stehen im Aufgebot des Teams Vorarlberg für 2026. | Foto: Reinhard Eisenbauer

01.05.2026  |  (rsn) - Nach einer der erfolgreichsten Saisons der Teamgeschichte geht das österreichische KT-Team Vorarlberg mit breiter Brust in das Jahr 2026. Die Mischung aus bewährter Konstanz, spannenden Neuzugängen und einem klar definierten sportlichen Anspruch macht die Mannschaft erneut zu einem interessanten Mitstreiter auf der UCI-Europe-Tour.

Die interne Analyse lässt keinen Zweifel: 2025 war ein Jahr, das Maßstäbe setzte. "Wir haben 2025 geliefert. Die Analyse der Daten zeigt: Die vereinbarten Ziele wurden allesamt übertroffen", erklärten die Vorarlberger bei der Teampräsentation selbstbewusst.

Mit dem Gesamtsieg bei der Tour of Malopolska durch Alexander Konychev, starken Auftritten bei der Tour of Austria sowie Etappenerfolgen bei der Czech Tour und der Oberösterreich Rundfahrt setzte Vorarlberg sportliche Ausrufezeichen. Weiter im Aufgebot der Mannschaft ist Colin Stüssi, der bislang mit Konstanz auf hohem Niveau überzeigen konnte. Nach dem Sieg bei der Volta Portugal 2023 stehen aus dem letzten Jahr jeweils Rang zwei bei der Rumänien-Rundfahrt und beim GP Vorarlberg auf seiner Erfolgsliste.___STEADY_PAYWALL___

Auch die Nachwuchsarbeit trägt Früchte: Fahrer wie Laurin Nenning und Kilian Feuerstein entwickelten sich sichtbar weiter. Gleichzeitig gab es Bewegung nach oben: Jannis Peter schaffte den Sprung zu den Profis, Felix Stehli richtet nach Platz fünf bei der Gravel-WM den Fokus komplett auf die Schotterrennen.

Trotz im Vergleich zu den Profiteams deutlich begrenzterer Mittel bleibt der Anspruch hoch: "Das Team legt keinen Wert darauf, Rennen zu fahren, bei denen UCI-Punkte einfach zu holen sind. Dennoch ein klares Ziel: Top-Ranking in der UCI-Europe Tour 2026", hieß es.

Dominanz zu Hause: Tobias Nolde gewann beide Radliga-Rennen und ist somit aktuell Führender der Gesamtwertung. | Foto: Reinhard Eisenbauer

Im Frühjahr stehen mit der Tour of Hellas (2.1) und der Flèche du Sud (2.1) noch wichtige Rundfahrten auf dem Plan. Dazu kommen im Juni renommierte Eintagesrennen wie der GP Kanton Aargau (1.1) und Rund um Köln (1.1), die traditionell stark besetzt sind. Ein besonderes Highlight im Kalender ist die erstmalige Teilnahme an der Tour de Guadeloupe (2.2) in der Karibik, mit der das Team auch geografisch neue Wege geht.

Große Bedeutung haben zudem die Heimrennen: Der GP Vorarlberg (1.2) am 1. Mai zählt ebenso zu den Fixpunkten wie die Tour of Austria (2.1), die Oberösterreich Rundfahrt (2.2), das Radkriterium Rankweil sowie die Wettbewerbe der österreichischen Radliga. Ergänzt wird das Programm durch ausgewählte Starts im Gravel-Bereich, in dem das Team zuletzt ebenfalls Erfolge feiern konnte.

Für die Saison 2026 hat sich das Team gezielt verstärkt und gleich mehrere spannende Fahrer verpflichtet. Insgesamt stoßen sechs Neuzugänge zur Mannschaft und bringen unterschiedliche Stärken ins Gefüge ein.

Tobias Nolde gehört zu den drei deutschen und sechs neuen Fahrern des Teams. | Foto: Reinhard Eisenbauer

Mit Giacomo Ballabio stieß ein international erfahrener Allrounder zu den Vorarlbergern. Der Italiener wechselte von Hrinkow Advarics und konnte 2025 mit dem Gesamtsieg bei der Tour de Taiwan sowie mehreren Podiumsplätzen auf sich aufmerksam machen.

Ebenfalls neu sind die beiden Deutschen Tobias Nolde und Dominik Röber, die gemeinsam vom Team Benotti - Berthold kamen. Nolde gilt als endschneller Fahrer mit starker Präsenz in Ausreißergruppen und konnte 2025 bereits einen Etappensieg bei der Dookola Mazowsza feiern. Röber ist ein vielseitiger Allrounder, der ebenfalls offensiv fährt und im vergangenen Jahr unter anderem mit Rang zwei in der Gesamtwertung der Tour of Bulgaria überzeugte.

Mit Philipp Hofbauer und Mathias Larch sind auch zwei österreichische Fahrer neu im  Team. Komplettiert wird das Sextett der Neuen durch den jungen Italiener Ignazio Cireddu.

Zu den auffälligen gelben Trikots gehört ein farblich schlicht gehaltenes Argon 18-Rennrad. | Foto: Reinhard Eisenbauer

 Auch abseits der Strecke stellt man sch zukunftsorientiert auf. "Ohne den Rückhalt von Sponsoren drehen sich die Räder auch beim Team Vorarlberg nicht weiter", betonte die Teamleitung.

Neben dem Land Vorarlberg als Hauptpartner kehrt ein vertrauter Name zurück: Die kanadische Radschmieder Argon 18, von 2019 bis 2021 bereits als Sponsor dabei, kehrt zu den Vorarlbergern zurück.

Fakten zur Saison 2026

Das Aufgebot: Dominik Amann (Österreich/ 27), Giacomo Ballabio (Italien/ 28), Pirmin Benz (Deutschland/ 25), Ignazio Cireddu (Italien/ 21), Kilian Feuerstein (Österreich/ 22), Philipp Hofbauer (Österreich/ 23), Mathias Larch (Österreich/ 25), Laurin Nenning (Österreich/ 21), Tobias Nolde (Deutschland/ 27), Dominik Röber (Deutschland/ 26), Colin Stüssi (Schweiz/ 32), Emanuel Zangerle (Österreich/ 25)

Neuzugänge: Giacomo Ballabio, Tobias Nolde, Dominik Röber, Philipp Hofbauer, Ignazio Cireddu, Mathias Larch

Teamleitung: Thomas Kofler

Sportliche Leiter: Paul Renger, Cornel Enzler, Johannes Kofler, Jürgen Schatzmann, Moran Vermeulen

Material:
Rahmenhersteller: Argon18

Laufräder: Vision

Reifen: Schwalbe

Ernährung: Amacx

Helm: Abus

Brille: React Eyewear

Trikothersteller: Biemme

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