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01.07.2026 | (rsn) – Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) geht am Samstag in Barcelona bei der Tour de France 2026 mit einem “Gelben Plan“ an den Start. Doch auch einen Langzeitplan hat der Rekord-Crossweltmeister offensichtlich schon im Hinterkopf. Im Gespräch mit der belgischen Zeitung Het Nieuwsblad teilte van der Poel Gedankenspiele, wonach 2028 seine letzte Saison werden könnte.
“Ich denke, dass 2028 ein guter Schlusspunkt sein könnte. Dann bin ich 33, ein schönes Alter für das Karriereende“, erzählte er. “Noch ist aber nichts definitiv. Wenn ich 2028 noch das nötige Niveau habe und ich noch gern Rennen fahre, dann ist alles möglich“, fügte er dann aber einschränkend an.
Das Datum hat van der Poel nicht zufällig vor Augen. Es ist kein Geheimnis, dass der Niederländer schon lange von Olympia-Gold im Mountainbike träumt. 2021 endete dieser Traum in Tokio in der Auftaktrunde jäh neben der Strecke. In Paris 2024 wollte er zunächst die Straße und das MTB kombinieren, letztendlich entschied er sich aber dafür, nur auf den schmalen Reifen zu starten.
In Los Angeles wird also aller Wahrscheinlichkeit der letzte Anlauf folgen. “Ein Sommer ohne die Tour ist dann ganz sicher eine Option“, meinte van der Poel mit Auge auf die kurze Pause zwischen der Frankreich-Rundfahrt und den Spielen. “Ich würde dann kurz nach dem Frühjahr meinen Fokus auf das Mountainbike verlagern“, erläuterte der 31-Jährige.
Auf die Tour de France kann van der Poel verzichten. “Mich verbindet eine Hassliebe mit ihr. Aber je älter ich werde, desto lieber fahre ich hin. Natürlich bestreite ich noch lieber Eintagesrennen, denn da kann ich ganz ich selbst sein. Aber ich habe inzwischen auch akzeptiert, dass es in Grand Tours Etappen gibt, bei denen denen ich keine Rolle spielen kann“, so der Alpecin-Kapitän.
Einen Monat nach der Tour steht mit der Mountainbike-WM schon das nächste große Ziel an. Vorzeitig aussteigen will van der Poel deswegen aber nicht. “Ich habe anschließend noch genug Zeit. Wenn ich mir eine Woche Erholung gönne, habe ich noch drei Wochen, um spezifisch mit dem Mountainbike zu trainieren. Das ist der Plan“, verriet er.