Medien: Bewerbung bei ASO eingereicht

Wo Vingegaard Pogacar knackte: Col de Granon 2027 Teil der Tour?

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Wo Vingegaard Pogacar knackte: Col de Granon 2027 Teil der Tour?"
Jonas Vingegaard (vorne) nahm Tadej Pogacar (rechts) 2022 am Col de Granon das Gelbe Trikot ab. | Foto: Cor Vos

13.08.2026  |  (rsn) – Der Col de Granon könnte im kommenden oder übernächsten Jahr zum dritten Mal Teil des Programms der Tour de France werden. Wie die französische Tageszeitung Le Dauphiné berichtet, hat die Gemeinde Serre Chevalier - im Tal oberhalb von Briancon in Richtung Col du Lautaret gelegen – eine entsprechende Bewerbung bei Tour-Veranstalterin ASO eingereicht.

Der Col de Granon mit seiner Passhöhe in knapp über 2.400 Metern Höhe war im Jahr 1986 erstmals Zielort einer Bergetappe bei der Tour de France – damals auf dem vom Spanier Eduardo Chozas mit über sechs Minuten Vorsprung als Ausreißer gewonnenen 17. Teilstück.

Es war der Tag, an dem Greg LeMond seinem französischen Teamkollegen Bernard Hinault das Gelbe Trikot abnahm, weil er dem Schweizer Urs Zimmermann folgte und mit ihm mehr als drei Minuten vor dem letzten französischen Tour-Sieger im Tagesziel ankam.

Anschließend kehrte die Frankreich-Rundfahrt 26 Jahre lang nicht mehr zurück zu dieser Bergankunft. Doch bei ihrem zweiten Besuch 2022 wurde der Granon erneut Zeuge eines denkwürdigen Tages in der Tour-Geschichte:

Jonas Vingegaard gewann am 13. Juli 2022 die damals 11. Tour-Etappe und nahm dem im Gelben Trikot fahrenden Tadej Pogacar dabei knapp drei Minuten ab – eine Folge der abwechselnden Attacken von Vingegaard und Teamkollege Primoz Roglic am zuvor zu bezwingenden Col du Galibier und letztlich der Grundstein für den ersten der beiden Tour-Siege des Dänen.

Der Schlussanstieg zum Col de Granon aus dem Ort Saint-Chaffrey nordwestlich von Briancon ist 11,3 Kilometer lang und im Schnitt 9,2 Prozent steil. Auch wenn es sich offiziell um einen Pass handelt, endet der Anstieg in einer Sackgasse. Sollte die ASO der Bewerbung von Serre Chevalier also den Zuschlag geben, dürfte es wieder zu einer Bergankunft dort kommen. Übrigens ist sich 'Le Dauphiné' offenbar nicht sicher, ob es sich um eine Bewerbung für 2027 oder 2028 handelt.

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