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13.08.2026 | (rsn) – So schlecht das Jahr 2026 für Richard Carapaz (EF Education – EasyPost) mit dem Tod seiner Mutter und schließlich dem Verzicht auf den Giro d'Italia aufgrund einer Zyste am Damm begonnen hat, so sehr hofft er nun, seinen Traum-Sommer weiter zu verlängern: Nach zwei Etappensiegen und dem Gewinn des Bergtrikots bei der Tour de France (2.UWT) im Juli sowie dem zweiten Platz bei der Klasikoa in San Sebastian (1.UWT) hinter Remco Evenepoel (Red Bull - Bora - hansgrohe) will der Ecuadorianer nun ab dem 22. August auch bei der Vuelta a Espana (2.UWT) ganz vorne mitmischen. Wie er der ecuadorianischen Zeitung Primicias erklärt hat, peilt er außerdem auch die Weltmeisterschaften in Montréal Ende September an.
"Das ist eine gute Gelegenheit für unser Land. Narváez ist in Topform und ich möchte selbst auch gut abschneiden", sagte der 33-Jährige mit Blick auf die Welttitelkämpfe, bei denen er als Doppel mit seinem Landsmann vielleicht sogar den slowenischen Überflieger Tadej Pogacar unter Druck setzen könnte, wenn beide Ecuadorianer an einem Strang ziehen und in Top-Form am Start stehen.
Auf Pogacar trifft Carapaz vorher auch bei der 81. Spanien-Rundfahrt bereist wieder. Denn der fünffache Tour-de-France-Sieger will die Vuelta in diesem Jahr endlich seinem Palmares hinzufügen, dem sonst kaum noch andere große Erfolge fehlen – abgesehen von einem Paris-Roubaix-Sieg und Olympia-Gold.
Dass Carapaz Pogacar den Vuelta-Sieg wirklich streitig machen kann, wenn für alle Beteiligten gesundheitlich alles glatt läuft, glaubt wohl kaum jemand. Trotzdem aber könnte der Ecuadorianer in Spanien auch in der Gesamtwertung eine Rolle spielen.
"Entweder ich fahre um die Gesamtwertung oder peile Etappensiege oder die Bergwertung an, genau wie bei der Tour", meinte er und erklärte, dass sein Team durch einige Verletzungen geschwächt sei.
Den Fans dürfte ein offensiver Carapaz jedenfalls gefallen – egal ob als Bergpunktesammler, Angreifer auf die Gesamtwertung oder Etappenjäger. Und Carapaz selbst, der gefällt sich in seiner Rolle sowieso gut: "Dieses Trikot zeigt, wer ich bin: ein Kletterer und ein kämpferischer Fahrer", sagte er mit Blick auf sein in Frankreich errungenes Bergtrikot und bestätigte: "Es war eine Traum-Tour für mich!"