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15.08.2026 | (rsn) – Guillermo Silva (XDS – Astana) hat die Bergankunft am Storheia gewonnen. Auf der 3. Etappe des Arctic Race of Norway (2.Pro) setzte er sich auf dem 3,4 Kilometer langen und 10,8% steilen Schlussrampe knapp vor Lennert Van Eetvelt (Lotto – Intermarché) durch, wodurch er die Gesamtführung an sich riss. Als Dritter büßte Alessandro Pinarello (NSN) wie Robbe Dhondt (Picnic – PostNL) neun Sekunden ein. Als Fünfter überquerte Felix Engelhardt (Jayco – AlUla) 15 Sekunden nach dem Sieger den Zielstrich.
Silva ging als einer der Favoriten ins Rennen. Der Südamerikaner gewann Ende Juli zwei Eintagesrennen in Spanien und sicherte sich schon zum Auftakt der Rundfahrt drei Bonussekunden im Zwischensprint. “Ich bin sehr glücklich. Es war ein sehr schweres Finale, eigentlich etwas zu schwer für mich. Aber ich habe im Anstieg mein eigenes Tempo gesucht und konnte so im entscheidenden Moment noch attackieren“, fasste er das Rennen zusammen.
Der 24-Jährige feierte bereits seinen siebten Saisonsieg, wobei der auf der 2. Etappe des Giro d’Italia heraussticht. Damals verwies er Florian Stork (Tudor) auf Rang zwei, nun war es Van Eetvelt. “Seine Attacke war sehr stark. Ich konnte ihn noch überholen, aber danach wurde es wirklich schwer. Das Finale morgen liegt mir eigentlich besser und ich hoffe, die Gesamtwertung zu gewinnen“, blickte Silva voraus.
Thomas Eriksen (Lillehammer CK), Eirik Vang Aas (Drali – Repsol), Aksel Laforce (Ringerike), Axel Källberg und Baksaas (beide Lucky Sport) lösten sich kurz nach dem Start vom Feld, das dem Quintett nie viel mehr als zwei Minuten Vorsprung gönnte. Aus dem waren der finnische Meister Källberg, Eriksen und Laforce am stärksten. Deren Abenteuer endete 1200 Meter vor dem 3,4 Kilometer langen Schussanstieg.
Das Streckenprofil der 3. Etappe beim Arctic Race of Norway. | Grafik: Veranstalter
Kurz bevor der begann, geriet Felix Engelhardt (Jayco – AlUla) mit einigen anderen Athleten von der Straße ab, wodurch er viele Positionen verlor. So schien er chancenlos, als vorn auf den ersten ansteigenden Metern die Post abging, doch eingangs der letzten 2,5 Kilometer kletterte der Deutsche Meister auf Rang zehn vor, während hinter ihm Lücken aufgingen.
Als Van Eetvelt im letzten Kilometer als Erster das Tempo erhöhte, konnte der Deutsche im Gegensatz zu Silva und Dhondt nicht folgen. Der Belgier wurde vom Uruguayer gekontert, der schien die Etappe für sich entscheiden zu können, machte es aber noch spannend, als ihm auf den letzten Metern noch die Kräfte ausgingen. Der Lotto-Profi kam ihm noch einmal ganz nah, vorbei schaffte er es allerdings nicht mehr.
Im Klassement liegt Silva, der auch in der Nachwuchswertung den Platz an der Sonne belegt, zehn Sekunden vor van Eetvelt. Pinarello weist als Dritter 21 Sekunden Rückstand auf und Engelhardt als Fünfter derer 31. Giovanni Lonardi (Polti – VisitMalta) musste zwar das Gelbe Trikot abgeben, behauptete aber Rang eins in der Punktewertung. Morthen Baksaas (Lucky Sport) ist der beste Bergfahrer.
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