Uhlig sprintet auf Platz fünf

Magnier in Hamburg nicht zu schlagen

Von Marc Zeiringer

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Paul Magnier (Soudal - Quick-Step) gewinnt in Hamburg. | Foto: Cor Vos

16.08.2026  |  (rsn) - Bei der 29. Austragung der ADAC Cyclassics (1.UWT) feierte der Franzose Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) seinen ersten Sieg bei einem WorldTour-Eintagesrennen. Der 22-jährige dreifache Giro-Etappensieger dieses Jahres setzte sich nach 205 Kilometern von Buxtehude nach Hamburg im Sprint einer 40-köpfigen Gruppe letztendlich deutlich vor Mike Teunissen (XDS – Astana) und Laurence Pithie (Red Bull – Bora – hansgrohe) durch.

Nach einer Attacke von Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) während der fünften und letzten Passage über den Waseberg hatte sich die große Spitzengruppe gebildet. Die Teamkollegen Magniers brachten den Franzosen anschließend in perfekter Position auf die Zielgerade und bereiteten ihm damit den Sieg mustergültig vor.

“Ich bin superstolz, meinen ersten Sieg bei einem WorldTour-Eintagesrennen zu holen. Ich glaube, ich kann mich wirklich bei meiner Mannschaft bedanken. Jeder einzelne Fahrer hat extrem hart gearbeitet und im Finale hat mich das Team wirklich in die perfekte Position gebracht“, freute sich Magnier im Flash-Interview über seinen Triumph in Hamburg. Desweiteren sprach er über die Renntaktik und erinnerte auch an das Vorjahr, als sich Rory Townsend (Unibet – Rose Rockets) als Solist zum Sieger krönte.

“Wir wussten auch, dass die Ausreißergruppe sehr stark war. Wir wollten nicht, dass es wie letztes Jahr läuft, wo die Ausreißer bis ins Ziel durchkamen. Der gesamte Sprintzug hat mir geholfen, diese steile Steigung und die schwere Runde jedes Mal zu überstehen. Ich habe mich in der letzten Runde auch stark genug gefühlt, um der Attacke von Del Toro zu folgen“, führte Magnier weiter aus.

Uhlig wird starker Fünfter

Im Finale ließ Henri Uhlig (Alpecin – Premier Tech) aufhorchen. Er wurde knapp hinter Paul Penhoët (Groupama – FDJ United) Fünfter und platzierte sich damit erneut in der Weltspitze bei einem deutschen Klassiker. 2025 war der 25-jährige Regensburger bei Rund um Köln Vierter geworden.

Jonathan Milan (Lidl – Trek) und Olav Kooij (Decathlon – CMA CGM) befanden sich nicht in der ersten Gruppe und kamen deshalb nur auf den Plätzen 66 und 69 ins Ziel. Jonas Rutsch (Lotto – Intermarché), der den gesamten Tag bis 15 Kilometer vor dem Ende in der Spitzengruppe verbrachte, landete am Ende als zweitbester Deutscher auf dem 33. Rang.

So liefen die Cyclassics Hamburg:

Sofort nach dem Start konnte sich eine sechsköpfige Gruppe vom Feld absetzen. Die beiden Deutschen Rutsch und Niklas Behrens (Visma – Lease a Bike) sowie Benjamin Thomas (Cofidis), Dries De Pooter (Jayco – AlULa), Loe van Belle (Visma – Lease a Bike) und Filip Maciejuk (Movistar) bauten ihren Vorsprung auf über vier Minuten aus. Bei der ersten Zieldurchfahrt 100 Kilometer vor dem Ende des Rennens pendelte er sich bei etwa dreieinhalb Minuten ein.

Bei der zweiten Auffahrt zum Waseberg verringerte das Feld den Abstand weiter. Eine vierköpfige Gruppe mit Benoit Cosnefroy (UAE – Emirates – XRG) und Tim Rex (Visma – Lease a Bike) setzte sich vom Feld ab. Etwa zehn Kilometer konnten sie sich behaupten, dann wurden sie allerdings auf dem Weg zur dritten Überquerung des Wasebergs wieder gestellt. Mit noch 60 zu fahrenden Kilometer war das Feld bis auf eineinhalb Minuten an den Ausreißern dran.

Das Streckenprofil der Cyclassics Hamburg | Foto: Veranstalter

Ruhig blieb es auch danach nicht, denn das Rennen war von weiteren Attacken geprägt. Gianni Vermeersch (Red Bull - Bora - hansgrohe) und Florian Vermeersch (UAE - Emirates - XRG) setzten sich ab und kamen mit etwa 15 Sekunden Vorsprung auf das Feld zur zweiten Zieldurchfahrt. Die sechsköpfige Spitzengruppe hatte bereits anderthalb Minuten zuvor die Ziellinie passierte.

Nur einige Momente später wurde das Verfolgerduo wieder vom Peloton geschnappt. Die Teams NSN, Lidl - Trek, Soudal - Quick-Step, Uno-X Mobility und Decathlon - CMA CGM machten daraufhin gemeinsame Sache und verringerten den Abstand zur Spitze des Rennens bis zur vorletzten Auffahrt zum Waseberg auf unter eine Minute.

Die letzte Waseberg-Passage

De Pooter und Maciejuk konnten bergauf das Tempo der Spitzengruppe nicht mehr mitfahren. Das Feld blieb weiterhin geschlossen, obwohl Bahrain Victorious eine Attacke versuchte. Eingangs der letzten 15 Kilometer blieben den Ausreißer vor der letzten Passage am Waseberg nur noch 15 Sekunden Vorsprung.

Rutsch schaffte es noch an der ersten Position über den Waseberg zu fahren, doch wenig später war die Zeit der Ausreißer an der Spitze abgelaufen. Del Toro hatte dahinter das Tempo angezogen und das Feld herangeführt. Er versuchte es wenig später erneut und sorgte mit diesem hohen Tempo dafür, dass sich das Peloton in zwei Teile splittete. Etwa 50 Fahrer schafften den Cut, Olav Kooij (Decathlon – CMA CGM) und Jonathan Milan (Lidl – Trek) allerdings nicht, womit für die beiden Topsprinter die Chance auf den Sieg vertan war.

Cofidis und Soudal – Quick-Step hielten die Geschwindigkeit für ihre Sprinter in der Folge sehr hoch und Soudal sorgte dafür, dass Magnier in der perfekten Position in den letzten Kilometer hineingebracht wurde. Der Franzose war dann auch der Erste, der den Sprint knapp 200 Meter vor der Ziellinie anzog und von keinem Fahrer mehr eingeholt werden konnte.

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