Christophersen überrascht beim Arctic-Race-Finale

Südamerikaner Silva Gesamtsieger nördlich des Polarkreises

Von Kevin Kempf

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Guillermo Silva (XDS – Astana) | Foto: Cor Vos

16.08.2026  |  (rsn) – Mit einer faustdicken Überraschung endete die Schlussetappe des Arctic Race of Norway (2.Pro). Der Norweger Cedric Christophersen (Unibet – Rose Rockets) setzte sich im Schlussanstieg aus der Favoritengruppe ab und fuhr zu seinem ersten Sieg als Berufsradfahrer. In Narvik rettete er drei Sekunden auf Ludovico Crescioli (Polti – VisitMalta), der bergauf schneller sprintete als Guillermo Silva (XDS – Astana).

Der Uruguayer sicherte sich damit den Gesamtsieg vor Lennert Van Eetveld (Lotto – Intermarché), der die Etappe als Vierter vor Alessandro Pinarello (NSN) abschloss, der seinerseits Gesamtdritter wurde. Felix Engelhardt (Jayco – AlUla) beendete das Rennen zeitgleich mit den Favoriten als Zwölfter und schob sich im Klassement auf Rang vier vor. Fünfter wurde Sebastian Berwick (Caja Rural – Seguros – RGA).

“Ich habe hiervon schon lange geträumt“, sagte Christophersen im Ziel-Interview. “Meinen ersten Sieg als Berufsradfahrer in der Heimat zu holen, ist einfach unglaublich“, fügte er an. Zu seiner entscheidenden Attacke führte ein Tipp, den er von Bekannten bekommen hatte: “Wenn die stärksten Fahrer angreifen und dann die Beine still halten, geht das Tempo immer runter. Das ist der beste Moment für einen Angriff“, erklärte er.

“Ich habe gespürt, dass ich attackieren muss und sofort gesehen, dass niemand mitgeht. Also bin ich Vollgas weitergefahren“, erzählte er. Für die Unibet – Rose Rockets war es der achte Saisonsieg. Die Hälfte der Erfolge geht auf das Konto von Dylan Groenewegen.

Der Gesamtsieg von Silva geriet zu keiner Zeit in Gefahr. Der Uruguayer kommt wie die Rockets auf acht Saisonsiege. "Ich freue mich sehr über diesen Erfolg. Der Plan war, als Team die Etappe zu kontrollieren. Die war wirklich schwer und schnell, aber die Jungs haben eine gute Show abgeliefert", zeigte sich der XDS-Profi zufrieden.Das Streckenprofil der 4. Etappe beim Arctic Race of Norway. | Grafik: Veranstalter

Adne Holter, Henrik Pedersen (beide Uno-X Mobility) und Anders Foldager (Jayco – AlUla) setzten sich erst nach gut 60 Kilometern ab, konnten sich auf weitestgehend flachem Terrain trotzdem circa drei Minuten absetzen. Eingangs der letzten 10 Kilometer lag das Trio noch eine Minute vorn. Die 3,9 Kilometer lange Schlusssteigung nahm es mit 15 Sekunden Vorsprung in Angriff.

Bergauf sprang Thomas Gachignard (TotalEnergies) zu den Dreien und an ihnen vorbei. Jayco – AlUla leitete für Engelhardt die Verfolgung. Mit noch 800 zu fahrenden Metern schoss Christophersen aus der Favoritengruppe empor. Die Konkurrenz reagierte nicht und der Norweger holte den Spitzenreiter ein. Erst da übernahm Engelhardt die Verfolgungsarbeit, doch die Lücke nach vorn war schon zu groß. Den Sprint der Verfolger entschied Crescioli für sich.

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