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17.08.2026 | (rsn) - Der Gaisberg war am Sonntag der Schauplatz der Österreichischen Bergmeisterschaft und zugleich der vorletzten Station der Radliga. Auf der steilen Auffahrt zum Salzburger Hausberg setzte vor allem Hrinkow – Advarics ein Ausrufezeichen: Das Kontinentalteam brachte fünf Fahrer in die Top Ten, Riccardo Zoidl belegte bei der Österreichischen Meisterschaft den zweiten Rang hinter dem ehemaligen Profi Hermann Pernsteiner. In der Bundesliga verteidigte Philipp Hofbauer (Vorarlberg) als Tagesdritter seine Gesamtführung. Vor dem Finale in Königswiesen bleibt es auch in der Teamwertung spannend.
Hrinkow – Advarics bestimmte das Bild an der Spitze mit gleich mehreren Fahrern. Zoidl belegte 31 Sekunden hinter Pernsteiner Rang zwei. Dahinter überzeugte besonders Lokalmatador Dominik Hödlmoser, der als Fünfter ins Ziel kam und sich damit zugleich den österreichischen U23-Titel sicherte. Jaka Primozic folgte unmittelbar dahinter auf Rang sechs, Richard Riska wurde Siebter und Jakob Reiter komplettierte als Zehnter das starke Mannschaftsergebnis.
Sportlicher Leiter Paul Renger verwies gegenüber RSN dabei auch auf die besonderen Voraussetzungen nach der Rückkehr von der zehntägigen Tour de Guadeloupe: "Unser großes Ziel war, dass wir in Führung bleiben. Sowohl in der Einzelwertung mit Philipp Hofbauer, aber auch in der Teamwertung. Vielleicht war etwas noch die Reisemüdigkeit von Guadeloupe bei dem ein oder anderen drin." Beides gelang.
Gerade auf den steilsten Abschnitten bekam Hofbauer die Konkurrenz zu spüren. "Philipp hat alles gegeben, Riccardo und Hermann sind hinten raus in dem Anstieg, wo es 12 bis 15 Prozent Steigung hat, einfach die leichteren Sportler gewesen, da hat Philipp zu kämpfen gehabt", erklärte Renger. Auch das kurze, dafür äußerst intensive Rennformat sei nicht jedem Fahrer gleichermaßen entgegengekommen: "Es ist auch eine spezielle Disziplin, wenn man am Ende einfach nur 8,5 Kilometer offizielles Rennen hat und dann dort all-out hochgefahren werden muss. Für uns war das Podium wichtig und die Führung zu behalten, in Königswiesen sind wir dann wieder mit vollen Kräften am Start."
Tirol – KTM konnte sich ebenfalls über eine Medaille freuen. Jonas Holzknecht wurde hinter Hödlmoser Zweiter der U23-Meisterschaft. Nachdem er bereits im Vorjahr Silber geholt hatte, war die Hoffnung auf den Titel entsprechend groß. "Natürlich hätte er nach dem zweiten Platz letztes Jahr gerne dieses Jahr den U23-Meistertitel geholt, allerdings kam er direkt aus dem Höhentrainingslager und hatte gestern nicht seinen allerbesten Tag", sagte Sportlicher Leiter Pit Leyder zu RSN. Positiv bewertete er zudem das Comeback von Ben Eckerstorfer: "Er ist nach langen gesundheitlichen Problem gestern wieder ins Renngeschehen eingestiegen und hat eine sehr solide Leistung gezeigt. Insgesamt können wir zufrieden sein mit dem gestrigen Rennen."
Für eine Überraschung sorgte Christof Huber (WSA – KTM – Graz). Der 19-Jährige sicherte sich in seinem ersten U23-Jahr auf Anhieb Bronze. Lediglich 14 Sekunden trennten ihn von U23-Meister Hödlmoser. "Am Beginn ist das Tempo des Rennens brutal hart gewesen", berichtete Huber, der erst seine zweite Radsportsaison bestreitet.
Weniger zufrieden fiel die Bilanz bei Schwingshandl – Intralogistics aus. Der Deutsche Vincent John war auf Rang 16 der bestplatzierte Fahrer der Mannschaft. In der Teamwertung behauptete Schwingshandl dennoch den dritten Platz, während Paul Buschek als Achter weiterhin zu den besten Zehn der Einzelwertung gehört. "Das Bundesliga-Rennen am Gaisberg verlief für uns leider nicht nach Plan", bilanzierte Marvin Hammerschmid gegenüber RSN.
Das Podium der U23-Klasse mit Sieger Dominik Hödlmoser, dem Zweiten Jonas Holzknecht sowie Christof Huber auf Rang drei. | Foto: Harald Tichler
Gerade hinter Schwingshandl - Intralogistics spitzte sich der Kampf um die Positionen in der Mannschaftswertung weiter zu. Arbö – Kärnten – Feld am See liegt auf Rang vier, konnte am Gaisberg drei Punkte auf den Drittplatzierten gutmachen. Gleichzeitig rückten WSA und Tirol bis auf einen Punkt an die Kärntner heran. "Das Finale in Königswiesen wird also sehr spannend, was die Teamwertung angeht", sagte der Sportliche Leiter David Polzer.
Der Ungar Gergö Grosz führte das Kärntner Aufgebot als Zwölfter an. Trotz der Platzierung außerhalb der Top Ten war sein Rückstand auf die vorderen Ränge gering. Für Polzer ein gutes Signal mit Blick auf die bevorstehende West Bohemia U23 Tour. Auf Matic Žumer musste das Team verzichten, da er sich auf die Mediterranean Games vorbereitet.
Damit sind vor dem letzten Rennen der Radliga in Königswiesen am 13. September noch mehrere Entscheidungen offen. Während Hofbauer mit 96 Punkten vor Zoidl führt, liegt der U-23 Führende Valentin Poschacher (Hrinkow -Advarics) punktgleich mit Tobias Nolde (Vorarlberg) auf Rang drei. Auch in der Teamwertung liegt Vorarlberg mit 3 Punkten vor Hrinkow - Advarics.
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