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15.09.2026 | (rsn) – Eike Behrens dominierte mit einem Doppelschlag das Finale der Rad-Bundesliga 2026. Nach dem U23-Titel bei der Deutschen Bergmeisterschaft in Langenweißbach gewann der Fahrer von Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur nur einen Tag später das Rennen Rund um Sebnitz und sicherte sich damit auch die Einzelwertung der Bundesliga.
Den Elite-Titel am Berg holte sich am Samstag Johannes Adamietz ( Rembe - rad-net, der nach 130 Kilometern gemeinsam mit seinem Teamkollegen Miguel Heidemann das Ziel erreichte. Bronze ging an Patrick Reißig (Benotti - Berthold).
In Sebnitz setzte sich Behrens im Sprint vor Reißig und Adamietz durch. In der Endabrechnung der Bundesliga lag er mit 1462 Punkten deutlich vor Julian Borresch (Rembe - rad-net/1172) und Reißig (1044). Die Teamwertung gewann Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur mit 272 Punkten knapp vor Rembe - rad-net (266) und Benotti - Berthold (187).
Für Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur begann das Wochenende unter schwierigen Vorzeichen, weil nach der Sauerlandrundfahrt mehrere Fahrer mit starken Erkältungen ausfielen. "Wir mussten die Mannschaft umstrukturieren und leider auch das Arno Wallaard Memorial und den GP Rik Van Looy absagen, um bei der Bundesliga wenigstens mit sieben Mann am Start zu stehen", erklärte Teamchef Torsten Schmidt gegenüber RSN.
Trotzdem ging der Plan am Samstag auf. "Wir hatten von Anfang an die Einzelwertung für Eike im Blick, und auch der U23-Meistertitel war an diesem Tag unser großes Ziel. Beides haben Eike und die Jungs umgesetzt", betonte Schmidt. In der Tageswertung der Teams reichte es dagegen nur zu Platz drei. "Durch die krankheitsbedingten Ausfälle müssen wir realistisch sagen, dass wir damit noch mit einem blauen Auge davongekommen sind."
Am Sonntag entschied das Team neben dem Tagessieg auch die Teamwertung für sich. "Das war eine Mega-Mannschaftsleistung. Die Jungs haben wirklich gekämpft, um in der Tages- und in der Jahreswertung Erster zu werden", lobte Schmidt. "Mit einem Punkt Vorsprung ins Rennen zu gehen und dann im letzten Sprint über das ganze Jahr zu entscheiden, war schon eine tolle Sache. Das haben sich alle Fahrer und Betreuer wirklich verdient."
Rembe - rad-net prägte den Samstag in Langenweißbach. Direkt nach dem Start löste sich eine fünfköpfige Spitzengruppe mit Adamietz und Heidemann, aus der sich das Duo bald absetzte. "Eigentlich war es nicht unser Plan, so früh davonzufahren. Doch das Tempo am ersten Anstieg war relativ langsam, also habe ich zu Miguel gesagt, er solle es etwas anziehen", erzählte Adamietz.
In der zweiten Runde verschärften die beiden am selben Anstieg erneut das Tempo, der Vorsprung wuchs zwischenzeitlich auf mehr als sechs Minuten. "Ich wusste, dass wir Meter machen mussten, wenn wir die Situation ausnutzen wollten. Das haben wir dann bis zum Schluss durchgezogen."
Doppelsieg in Langenweißbach: Johannes Adamietz jubelte über den Titel bei der Deutschen Bergmeisterschaft, dahinter feierte Teamkollege Miguel Heidemann mit. | Foto: Dominic Reichert
"Ich hatte schon gehofft, den Titel holen zu können. Aber dass es so überlegen klappt, hätte ich nicht gedacht", erklärte der 28-Jährige nach dem Rennen. Auch in der U23-Klasse war Rembe - rad-net erfolgreich: Hinter Behrens holten Mauro Brenner und Pepe Albrecht Silber und Bronze.
Nach dem Finale in Sebnitz behauptete Borresch Rang zwei in der Gesamtwertung, während Rembe - rad-net den Sieg in der Teamwertung um sechs Punkte verpasste.
Bei Benotti - Berthold ging die Rechnung schon am Samstag auf. "Wir wollten gerne eine Medaille und haben in beiden Kategorien ein bisschen damit geliebäugelt", erklärte Teamchef Lars Wackernagel gegenüber RSN. Bei den Männern erfüllte Reißig diesen Wunsch mit Bronze. "Patrick hat das wirklich super gemacht", lobte Wackernagel, der auch U23-Fahrer Eric Meinberg hervorhob: "Eric hat ein echt starkes Rennen hingelegt und war nicht weit von den Medaillen weg. Es hat nicht geklappt, aber er konnte darum kämpfen – das war für ihn ganz wichtig. Es war ein schöner Tag für uns alle."
Das Finale über 130 Kilometer rund um Sebnitz verlief deutlich taktischer. "Sebnitz steht dafür, dass innerhalb von zwei Runden das ganze Rennen auf dem Kopf steht. So war es dann auch: In den letzten fünf Runden gab es immer wieder eine neue Situation", berichtete Wackernagel. "Am Ende haben sich die drei Stärksten durchgesetzt und es in einem fairen Sprint ausgemacht. Da war einer stärker, und Patrick wurde Zweiter. Wenn uns das vor dem Rennen einer gesagt hätte, hätten wir es direkt genommen."
Mit dem Podestplatz sicherte sich Reißig zugleich Rang drei in der Gesamtwertung – so weit vorne war er in der Bundesliga noch nie. "Das hat er sich mehr als verdient", betonte Wackernagel. Auch das Team schloss die Saison als Dritter ab, obwohl es schwach gestartet war. "Wir wissen alle, dass es nicht so gut losging. Wir haben uns Stück für Stück herausgekämpft, und das ist jetzt der Lohn", bilanzierte der Teamchef, der auch den Veranstaltern dankte: "Es waren zwei wunderbare, gut organisierte Rennen." Danach ging es für Benotti - Berthold in die Pause, "und dann nächstes Jahr auf ein Neues".
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