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18.08.2026 | (rsn) – Am Mittwoch beginnt die viertägige Deutschland Tour (2.Pro) mit einem Prolog in Bad Orb. Nach vier Massenstartetappen steht am Sonntag in Heilbronn der Gesamtsieger fest. Das schwerste Teilstück ist am dritten Tag der Rundfahrt geplant. Dann müssen auf 171 Kilometern von Herxheim nach Bad Dürkheim unter anderem jeweils zweimal die Kalmit und der Annaberg überquert werden.
Echte Höchstschwierigkeiten müssen auf den fünf Teilstücken nicht überwunden werden. So muss man den Favoriten unter den endschnellen und hügelfesten Fahrern suchen. Obwohl er vor allem als Kletterer bekannt ist, gehört auch Isaac Del Toro in diese Kategorie. Der Mexikaner ist ausgesprochen explosiv und obendrein der mit Abstand beste Bergfahrer des Feldes. Ihm wäre es sogar zuzutrauen, die gesamte Konkurrenz am Annaberg hinter sich zu lassen. Mit Antonio Morgado hat seine Mannschaft UAE – Emirates – XRG außerdem einen weiteren Anwärter auf den Gesamtsieg dabei. Da wird es für Nils Politt schwer werden, eigene Akzente setzen zu können. Devo-Fahrer Moritz Mauss wird sicherlich die Helferrolle ausfüllen.
Freie Fahrt dürften dahingegen Tim Torn Teutenberg und Maximilian Walscheid auf den Flachetappen haben. Weder Jonathan Milan noch Mads Pedersen kommen zur D-Tour, dafür bringt die deutsche Mannschaft mit Mathias Vacek einen Kandidaten für den Gesamtsieg mit, der schon nach dem Prolog ganz oben stehen könnte. Für Giulio Ciccone sollte das Profil des Rennens zu leicht sein.
Die andere deutsche Mannschaft tritt ohne ihre deutschen Akteure auf. Die teaminterne 1 auf dem Rücken trägt der Niederländer Danny van Poppel. Der belegte bei den letzten drei Austragungen im Klassement die Plätze drei, zwei und acht. Auch auf dem Parcours dieses Jahres kann man dem Sprinter zutrauen, dass er die Hügel übersteht. Für Giulio Pellizzari ist die Strecke wohl zu einfach. Dessen italienischer Landsmann Alessio Magagnotti wird vom Devo-Team ausgeliehen. Er gilt als Sprintstar der Zukunft.
Sprintstar der Gegenwart ist Paul Magnier (Soudal – Quick-Step). Der Franzose ist der einzige Topsprinter, der nicht bei der Renewi Tour (2.UWT) am Start steht. Dementsprechend ist er in Deutschland der turmhohe Favorit, wenn ein geschlossenes Feld zum Spurt ansetzt. Auf den schwereren Etappen setzt sein Rennstall auf Maximilian Schachmann, bei dem sich “die Dinge wieder in die richtige Richtung bewegen“.
Bei der Polen-Rundfahrt (2.UWT) maß der zweifache Paris-Nizza-Sieger sich zuletzt unter anderem mit Louis Barré (Visma – Lease a Bike). Der Franzose kletterte dort stark und feierte seinen ersten Saisonsieg. Zumindest die Königsetappe der Deutschland Tour könnte dem 26-Jährige legen.
Bei den leichteren Teilstücken können die deutschen Zuschauer auf Spitzenresultate der einheimischen Sprinter Phil Bauhaus (Bahrain Victorious), Henri Uhlig (Alpecin – Premier Tech) und Tobias Müller (Unibet – Rose Rockets) hoffen. Neben der Deutschen Nationalmannschaft mit den Lotto-Intermarché-Profis Georg Zimmermann und Jonas Rutsch treten auch die KT-Teams Rembe – rad-net, Lotto – Kern-Haus – Outlet Montabaur und Storck – MRW Bau an.