RSNplus“Es ist toll, seinen Ideen zu folgen“

Del Toro baut bei der Deutschland Tour auf Politt

Von Joachim Logisch aus Bad Orb

Foto zu dem Text "Del Toro baut bei der Deutschland Tour auf Politt"
Isaac Del Toro (UAE - Emirates - XRG) im Interview | Foto: Cor Vos

19.08.2026  |  (rsn) - Die Deutschland Tour (2.Pro) ist mit einem echten Giganten-Duell gestartet. Das lässt auf weitere vier spannende Tage hoffen. "Ich finde es toll, dass zwei Topstars hier bei uns richtig Bock aufs Radfahren haben“, freute sich Tour-Chef Fabian Wegmann über den Ausgang des Prologs in Bad Orb.

In einem Herzschlagfinale hatte der als Vorletzter gestartete Tour-de-France-Dritte Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) den Franzosen Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) um zwei Sekunden geschlagen. Der hatte beim Giro d’Italia drei Etappen und letzten Sonntag auch das WorldTour-Rennen in Hamburg gewonnen. In diesem Zweikampf könnte in den nächsten Tagen laut Del Toro sein Teamkollege Nils Politt eine große Rolle spielen.

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Der Angesprochene blieb dabei defensiv. "Ich denke, für meine Teamkollegen Del Toro und Antonio Morgado ist das Rennen wie auf den Leib geschneidert, gerade morgen. In Schwäbisch Hall geht es zum Schluss fast zwei Kilometer mit fünf Prozent berghoch. Isaac hat schon gezeigt, dass er solche Ankünfte gewinnen kann. Auch Morgado kann so etwas. Schauen wir mal, wie es läuft“, trat Politt etwas hinter seine Teamkollegen zurück, zumal er gerade erst nach einer Pause im Anschluss an die Tour de France wieder in den Sattel gestiegen ist.

Isaac Del Toro (UAE - Emirates - XRG) in Bad Orb | Foto: Cor Vos

"Ich muss jetzt nach der Tour einfach mal gucken, wie meine Beine sind. Für mich ist es besonders schön, vor heimischem Publikum und vor deutschen Fans zu fahren. Es ist superschön, auch gerade jetzt hier in Bad Orb war es Gänsehaut pur. Ich bin gespannt; ich denke, es werden viele Fans an der Strecke erwartet. Für Deutschland ist es sehr, sehr schön, dass es die Deutschland Tour wieder gibt und auch so viele große Teams teilnehmen.“

Deutschland statt Großbritannien

Zu verdanken ist Del Toros Start den Umstellungen im Rennplan der zurzeit besten Mannschaft der Welt, wie Politt erklärte: "Wir sind bei der Tour noch einmal das Rennprogramm durchgegangen und haben ein paar Änderungen im Rennkalender vorgenommen – fast bei allen Tour-Fahrern. Bei mir kam die Tour of Britain noch mit rein. Bei Isaac ist, glaube ich, die Tour of Britain rausgenommen worden, dafür die Deutschland Tour rein. Es liegt ihm halt einfach; die Tour of Britain sollte dieses Jahr ein bisschen einfacher sein. Hier in Deutschland ist gerade der vorletzte Tag schon anspruchsvoll.“

Nils Politt (UAE - Emirates - XRG) in Bad Orb | Foto: Cor Vos

Del Toro ist mit dieser Planänderung absolut einverstanden, wie er in der Sieger-PK durchblicken ließ. "Es ist großartig, hier in Deutschland zu sein. Es ist mein zweites Mal in Hamburg und mein erstes Mal bei der Deutschland Tour. Ich freue mich riesig, hier zu sein. Ich genieße diese Erfahrung, auch weil wir Nils Politt im Team haben. Das macht es besonders. Ich bin glücklich.“

Politt der Road-Kapitän

Dabei hob er noch mal seinen deutschen Teamkollegen besonders hervor, der bei der Tour de France wieder jeden Tag als "Lokomotive“ das Peloton für den späteren Gesamtsieger Tadej Pogacar und damit auch ihm als Gesamtdritten kontrolliert hatte. Del Toro: "Für mich ist ganz klar Nils Politt der Road-Kapitän. Es ist toll, seinen Ideen zu folgen. Ich bin einfach froh, hier mit ihm am Start zu stehen. Er kann jeden Tag extrem viel Erfahrung weitergeben.“

Dass die Deutschland Tour für ihn ein Selbstläufer wird, glaubt Del Toro nicht. "Es wird jeden Tag hart werden. Wir können uns nicht ausruhen. Die nächsten drei Tage werden sehr hektisch, und dann haben wir den Sprint. Darauf müssen wir ein Auge haben. Wir ruhen uns nicht aus und versuchen, das Trikot nach Hause zu bringen. Schon morgen wird es sehr schwer. Im Finale wird es einen großen Schlagabtausch geben. Ich hoffe einfach auf gute Beine. Wir werden sehen, wie der Tag verläuft. Mit meinem Team an meiner Seite wird das schon passen.“

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