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20.08.2026 | (rsn) – Sicherlich hat die nach dem Wolkenbruch während der Streckenbesichtigung zunächst nasse und später völlig abtrocknende Strecke das Ergebnis des Prologs bei der Deutschland Tour (2.Pro) am Mittwoch mitgeprägt. Trotzdem aber musste man für die Steigung zu Beginn die nötige Power und für die technischen Kurven die nötigen Steuerfähigkeiten und den Mut mitbringen, um ganz vorne reinzufahren – egal, wann man gestartet ist. Und genau das hat Tobias Müller (Unibet – Rose Rockets) getan.
Der 22-Jährige landete am Ende der 2,6 Kilometer von Bad Orb auf Platz zehn als einziger Deutscher in den Top Ten – 7,17 Sekunden hinter Sieger Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG), aber nur zwei Sekunden hinter den Top 3.
“Ich hatte mit einem persönlichen guten Ergebnis gerechnet oder darauf gehofft - dass es am Ende so gut wird, das ist natürlich schön", freute sich Müller gegenüber radsport-news.com. "Ich hatte mir jetzt kein Ergebnis irgendwie im Kopf vorgenommen, aber ich wusste, dass mir der Prolog eigentlich ganz gut entgegenkommt. Dass ich das dann auch so gut umsetzen kann, das freut mich."
Wie gut Müller nun mit den hügeligen Etappen nach Schwäbisch Hall, in der Pfalz oder in Heilbronn klarkommen wird und ob er sich in der Gesamtwertung wird behaupten können, muss man abwarten. Vor allem weil mit Del Toro, Giulio Ciccone (Lidl – Trek) und Co. einige sehr starke Kletterer am Start stehen, dürften die Anstiege der D-Tour besonders hart gefahren werden, was für ihn dann zu viel werden könnte.
Der Eindruck vom Auftakt aber war gut – und der endschnelle Youngster, der im Mai Vierter bei Rund um Köln (1.1) war, hat ohnehin weniger das GC, als eine spezielle Etappe im Blick: "Wir haben zwei gute GC-Fahrer dabei und schauen, wie weit wir die morgen bringen können", sagte Müller mit Blick auf die über 200 Kilometer lange 1. Etappe von Bad Orb nach Schwäbisch Hall und erklärte, dass für ihn persönlich der Tag danach in Offenbach an der Queich der Wichtigste sei:
"Für mich ist der Sprint auf Etappe 2 das Hauptaugenmerk. Mal sehen, wie es bis dahin wird."