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20.08.2026 | (rsn) – Klassementfahrer Niels Driesen (Lotto – Groupa Wanty) hat den Auftakt zur Tour de l’Avenir (2.2U) gewonnen. Auf einer hügeligen Etappe war er Teil einer von Lorenzo Finn (Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies) initiierten 18-köpfigen Gruppe, die den Sieg auf einer mittelschweren Etappe unter sich ausmachte. Im Finale war es Finn, der die Spitzengruppe zweimal verkleinerte. Letztendlich blieb ein Trio über, aus dem der Belgier der Schnellste war.
Zweiter wurde Kasper Haugland (Decathlon – CMA CGM Development) vor Finn. Das erste Feld mit weiteren Favoriten wie Henrique Bravo (Soudal – Quick-Step Devo) und Mateo Ramirez (UAE – Emirates – Gen Z) sowie den Deutschen Jermaine Zemke, Eike Behrens (beide Deutsche Nationalmannschaft) und Paul Fietzke (Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies) büßte 1:56 Minuten ein.
“Es war ein schwerer Tag mit viel Wind und heftigen Regen“, sagte Finn im Ziel-Interview. “Es war der erste Tag, darum waren alle etwas nervös. Wir haben uns dann im Seitenwind abgesetzt. Ich habe eine Selektion herbeigeführt, weil die Zusammenarbeit nicht so gut war. Gewonnen habe ich nicht, aber ich freue mich, Zeit auf die meisten GC-Anwärter gewonnen zu haben“, fügte der bestimmende Mann des Rennens an.
Überrascht über seinen Erfolg auf ungewohntem Terrain zeigte sich Driesen: “Das hatte ich nicht erwartet. Ich wollte anfangs nur sicher durch den Regen und den Seitenwind kommen. Ch habe meine Überwartungen wirklich übertroffen“, freute sich der Belgier, der bei der ersten Selektion von Finn zunächst den Zug verpasst hatte. “Ich war da etwas zu weit hinten in der Gruppe. Ich bin nochmal an sein Rad rangekommen und fühlte mich noch ziemlich gut. Im Finale bin ich dann schlau gefahren“, sagte der 20-Jährige.
Kade Kreikemeier (Meridian Racing – de la Uz), Dawid Lewandowski (NSN Development), Matthew Dodd (Ineos Grenadiers Racing Academy) und Soan Ruesche (Groupama – FDJ United CT) bildeten die Gruppe des Tages, die maximal fünf Minuten vor dem Feld fuhr. Das teilte sich aber 65 Kilometer vor dem Ziel.
Finn konnte sich mit 17 anderen Fahrern bei widrigen Witterungsbedingungen lösen. Diese Gruppe holte die Ausreißer 35 Kilometer vor dem Ziel ein und lag dort eine Minute vor 50 Verfolgern. Obwohl der Split im Flachen passierte, waren neben Finn mit Matteo Vanhuffel, Jurgen Zomermaand (beide Development Picnic – PostNL), Matteo Scalco (XDS – Astana Development), Viktor Soenens (Soudal – Quick-Step Devo) und Driesen einige aussichtsreiche Kletterer dabei.
Das Streckenprofil der 1. Etappe der Tour de l‘Avenir | Foto: Veranstalter
Mit noch 26 zu fahrenden Kilometern ging es Finn an der zweiten Passage an der Côte de Crennes (4.Kat.) zu langsam. Der U23-Weltmeister sprengte die Gruppe und lediglich Haugland und Victor Loulergue (Groupama – FDJ CT) konnten direkt folgen, Driesen und Miguel Angel Marin (EF Education – Aevolo) schlossen wenig später auf. Dieses Quintett sollte den Tagessieg unter sich ausmachen.
Bei der dritten und letzten Passage an der Côte de Crennes (4.Kat.) verschärfte Finn erneut das Tempo, das Haugland und Driesen mitgehen konnten. Bei immer schlechter werdendem Wetter führte der Italiener seine Kontrahenten auf die Zielgerade. Haugland zog den Sprint an, Finn konnte nicht mehr reagieren, dafür aber Driesen, der den Norweger und den Italiener abspurtete. Marin rettete sich vor 13 Verfolgern ins Ziel.
Im Klassement führt Driesen vor den zeitgleich Haugland und Finn. Auch in der Punktewertung ist er vorn. Das Bergtrikot am wird am zweiten Tag Finn tragen, der ebenfalls der beste Nachwuchsfahrer ist.
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