Sprintkonkurrenz bei Renewi Tour im Pech

Philipsen ist der König von Ardooie

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Philipsen ist der König von Ardooie"
Jasper Philipsen (Alpecin - Premier Tech) gewinnt shcon wieder in Ardooie. | Foto: Cor Vos

20.08.2026  |  (rsn) – Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech) hat am zweiten Tag der Renewi Tour (2.UWT) der Weltklassekonkurrenz das Hinterrad gezeigt. Nach 174 meist flachen Kilometern zwischen Blankenberge und Ardooie war er in einem chaotischen Sprint schneller als Joshua Giddings (Lotto – Intermarché). Den dritten Platz belegte Sören Waerenskjold (Uno-X Mobility) vor Matteo Milan (Groupama – FDJ United) und Arvid de Kleijn (Tudor).

Auftaktsieger Tim Merlier (Soudal – Quick-Step) hatte auf der Zielgerade Probleme mit dem Schaltwerk und musste mit Platz zehn zufrieden sein. Jonathan Milan (Lidl – Trek) und Dylan Groenewegen (Unibet – Rose Rockets) waren zur Mitte der Etappe in einen Massensturz verwickelt. Olav Kooij (Decathlon – CMA – CGM) verlor im Gewühl des letzten Kilometers das Hinterrad seiner Anfahrer und verschwand im Hintergrund.

“Es war ein hektischer Tag und es bestand immer das Risiko einer Windkante. Aber der Wind kam nie aus der perfekten Richtung, um wirklich für Brüche zu sorgen. Dann war klar, dass es ein Massensprint wird. Die Mannschaft hat mich gut durchs Finale gelotst, wir sind nie in Schwierigkeiten geraten“, blickte Philipsen im Ziel-Interview zurück.

Der Alpecin-Sprinter ist ein Stammgast auf dem Siegerpodest in Ardooie. “Ich kenne die Zielankunft hier sehr gut. Das Rennen ist ja öfter hier. Ich glaube, ich gewinne hier zum dritten Mal oder so“, vermutete “der König van Ardooie“ komplett richtig. “Die Ankunft liegt mir“, konkludierte er daraus.

Im Klassement übernahm er die Gesamtführung von Jonathan Milan, der Zeit auf das Feld verlor. Kooij liegt mit vier Sekunden Rückstand auf Rang zwei.

So lief die 2. Etappe der Renewi Tour:

Mikkel Bjerg (UAE – Emirates – XRG), Niklas Behrens (Visma – Lease a Bike) und Michiel Lambrecht (Flanders – Baloise) nach 32 Kilometern vom Feld ab. Das das gab aufgrund des Windes keine Ruhe und teilte sich mit noch 87 zu fahrenden Kilometern. Kurz danach wurde das Spitzentrio vom ersten Feld eingeholt, die Wiedervereinigung des Pelotons folgte wenig später.

Mit noch 77 zu fahrenden Kilometern fasste sich der zuletzt immer sehr aktive Dries De Bondt (Jayco – AlUla) ein Herz. Zehn Kilometer danach ließ ein Massensturz das Peloton aufschrecken. Unter anderem Milan, Groenewegen und der Österreicher Tobias Mayer (Alpecin – Premeir Tech) gehörten zu den Opfern. Nach insgesamt 20 Kilometern an der Spitze nahm die Meute den Spitzenreiter wieder in sich auf.

Das Streckenprofil der 2. Etappe der Renewi Tour | Foto: Veranstalter

Anschließend konnten sich willige Ausreißer nur jeweils kurz von ihren Konkurrenten lösen. Ein Sprint war unvermeidlich. In dessen Vorbereitung bauten mehrere Mannschaften ihre Sprintzüge auf. Decathlon übernahm auf den letzten beiden Kilometern das Kommando, doch unter dem Teufelslappen bemerkten die beiden Anfahrer, dass Kooij nicht an ihrem Hinterrad war. Sie nahmen raus und was folgte, war Chaos. Nur Philipsen hatte noch einen Helfer dabei, der lancierte seinen Kapitän, der den Sieg problemlos einfahren konnte.

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