Die Stimmen zur 1. Etappe der Deutschland Tour

Politt: “Es macht schon mehr Spaß, vor heimischem Publikum zu fahren“

Von Christoph Matt

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Nils Politt (UAE - Emirates - XRG) genießt das Rennen vor heimischen Publikum. | Foto: Cor Vos

20.08.2026  |  (rsn) – Louis Barré (Visma – Lease a Bike) hat die 1. Etappe der Deutschland Tour (2.Pro) über 215 Kilometer nach Schwäbisch Hall gewonnen und das Blaue Trikot übernommen. Der 26-jährige Franzose setzte sich kurz vor dem Ziel durch eine späte Attacke als Solist durch. Zweiter wurde Prolog-Sieger Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG, +0:16), gefolgt von Giulio Ciccone (Lidl – Trek). Bester Deutscher war Maximilian Schachmann (Soudal – Quick Step) auf Rang zehn (+0:24).

Im Gesamtklassement führt Barré nun neun Sekunden vor Del Toro und 18 Sekunden vor Ciccone. Del Toro bleibt Führender der Punkte- und Nachwuchswertung, während Miguel Heidemann (Rembe – rad-net) die Führung in der Bergwertung übernimmt.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 1. Etappe der Deutschland Tour:

Louis Barré (Visma - Lease a Bike / Sieger / Flash-Interview): “Wenn man sich die Startliste anschaut, ist das definitiv ein richtig guter Sieg. Ich wusste, dass ich wirklich gute Beine hatte, als ich hier angekommen bin. Zuerst dachte ich, ich hole mir vielleicht die Bonifikationssekunden und schaue dann, wie hart es wirklich wird. Also bin ich auf die Bonifikation gegangen und habe oben gesehen, dass nur noch Paul bei mir war. Danach habe ich voll durchgezogen bis ins Ziel. Ich dachte eigentlich, Paul könnte das mit mir zu Ende fahren, aber ich glaube, er hat sich von der harten Attacke beim Bonussprint nicht schnell genug erholt.“

Georg Zimmermann (Deutsches Nationalteam / 27. / ARD): “Jonas (Rutsch) und ich waren noch im Hauptfeld vertreten, wir beide haben die Gesamtwertung angepeilt. Es sind also noch alle Türen offen. Morgen, denke ich, wird es eher ein Sprint. Samstag und Sonntag haben wir noch mal die Gelegenheit, uns zu präsentieren und uns noch weiter vorne zu platzieren.”

Nils Politt (UAE - Emirates - XRG / 43. / ARD): “Es war sehr schön und es waren sehr viele Fans am Streckenrand, und das, obwohl wir noch einen Wochentag haben. Ich denke schon, dass am Wochenende richtig viel los sein wird. Es macht schon mehr Spaß, vor heimischem Publikum zu fahren. Im eigenen Land ist das natürlich was ganz Besonderes. Morgen kommt eine Sprintetappe, wir setzen dann alles auf Samstag. Das wird extrem hart und da ist Isaac auf jeden Fall der Favorit. Die Beine waren noch nicht zu 100 % da. Rennen sind doch noch mal was anderes als Training.”

John Degenkolb (Picnic - PostNL / 68. / ARD): “Der Start war relativ entspannt, da hätte ich mir Attacken erwartet. Gerade wenn man von der Tour kommt, da wären wahrscheinlich zwei Stunden Attacken um die Gruppe gewesen. Heute war das zum Glück ein bisschen anders. Je mehr wir Richtung Zielrunde gekommen sind, desto härter wurde es. Es kam eine Welle nach der anderen und da wurde richtig aussortiert.

Max Walscheid (Lidl - Trek / 74. / RSN): “Mir kommt es eigentlich entgegen, je länger es ist. Wenn die Etappe kurz und intensiv ist, ist es auch okay, aber das Lange liegt mir eigentlich. Viele Fahrer gehen hinten raus dann eher kaputt, ich bin zwar auch heute das ein oder andere Mal abgehängt worden, weil mir die Watt pro Kilogramm im Spitzenbereich fehlen, aber über die Ausdauerleistung konnte ich immer wieder hinfahren. So konnte ich den Job machen, wie er geplant war, und bin sehr zufrieden.”

Miguel Heidemann (Rembe - rad-net / 67. / RSN): “Bei Kilometer null sind wir los. Zum einen war ein ganz großes Ziel das Bergtrikot und zum anderen natürlich ein bisschen Präsenz zeigen. Wir haben uns das aufgeteilt: Heute werde ich das Trikot nehmen und morgen schauen wir, dass es noch mal den Träger wechselt. Ich würde es gerne morgen meinem Teamkollegen weitergeben. Es ist natürlich für uns beide eine Ehre, das zu tragen, aktuell sind wir punktgleich. Wir sind halt ziemlich gute Freunde und immer Zimmerkollegen, da gehört auch ein bisschen Freundschaft mit dazu.”

Ole Theiler (Rembe – rad-net / Ausreißer / RSN): “Bei der Deutschland Tour ist es oft so, dass am ersten Tag direkt bei Kilometer null die Gruppe geht – aber es ist nicht gesagt, dass das morgen wieder so läuft. Ich bin heute direkt an der Stoßstange die erste Attacke gefahren. Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass es wirklich klappt. Als wir hochgefahren sind, meinte unser Teamkollege Johannes (Adamietz), dass wir noch etwas schneller fahren müssen, weil das Feld wieder rankommt. Daraufhin haben wir unsere Gruppe von fünf auf drei Mann reduziert.”

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