Niederländer bestätigt Teilnahme an Straßen-WM

“Eine Mountainbike-Strecke lügt nicht“ – van der Poel nach WM ratlos

Von Kevin Kempf

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Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech) | Foto: Cor Vos

31.08.2026  |  (rsn) – Es sollte nach seinen acht Regenbogentrikots im Cyclocross, jenem von Glasgow auf der Straße und dem Gravel-Titel 2024 der Weltmeistertitel in einer vierten Disziplin werden, doch Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) kam am Sonntag in Val di Sole auf dem Mountainbike nicht in die Nähe der Besten.

Platz 30 und 4:40 Minuten Rückstand auf den Sieger Tom Pidcock (Pinarello - Q36.5) stehen am Ende für den Niederländer im Ergebnis. Dementsprechend machte sich Ernüchterung breit. “Ich hatte heute keine Kraft in den Beinen. Es lief einfach überhaupt nicht gut“, gab van der Poel gegenüber dem niederländischen Online-News-Portal nu.nl zu. Auch für ihn kam dieses Ergebnis überraschend.

In Les Gets in der Vorwoche erzielte er noch den zehnten Rang im Short Track, der Sieg im XCO entging ihm erst in der letzten Abfahrt, als er Adrien Boichis (Red Bull – Bora – hansgrohe) fahren lassen und mit Platz zwei zufrieden sein musste. Von dieser Form war bei der WM nichts mehr zu sehen. “Im Training letzte und diese Woche habe ich mich gut gefühlt, aber eine Mountainbike-Strecke lügt nicht. Ich habe schon recht früh im Rennen gemerkt, dass meine Beine nicht gut waren. Deshalb kommt diese Leistung für mich überraschend.“

Überraschend ja, neu dahingehend nicht. “Es ist wie im letzten Jahr: Das Rennen vor der Weltmeisterschaft lief gut, aber die Weltmeisterschaft selbst verlief schlecht. Dafür habe ich noch keine Erklärung“, meinte der 31-Jährige. “Diese enttäuschenden Ergebnisse häufen sich tatsächlich ein wenig“, räumte van der Poel ein. “Aber im letzten Jahr habe ich gespürt, dass ich bei der Weltmeisterschaft nicht bei 100 Prozent war. Diesmal hatte ich mir deutlich mehr erhofft. Dennoch kann ich jetzt nichts mehr daran ändern. Solche Tage kommen leider vor.“

Nach der WM ist vor der WM

Doch wie bei beim achtfachen Monument-Sieger so häufig: Nach der WM ist vor der WM, denn jene auf der Straße in Montreal ist das nächste Ziel van der Poels, wie er nach den Welttitelkämpfen auf dem MTB bestätigte. Bisher war seine Teilnahme in Kanada nur vermutet worden.

Der Weg zur Weltmeisterschaft ist dabei noch offen. Auf der Hand lägen die beiden WorldTour-Rennen in Quebec am 11. September und in Montreal zwei Tage später. Letzteres wird über dem WM-Kurs führen und findet genau zwei Wochen vor dem Kampf um Gold statt.

Ob er in Nordamerika auf Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) treffen wird, ist noch unklar. “Es liegt nun an ihm und seinem Team zu entscheiden, ob eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft möglich ist“, sagte van der Poel gegenüber Het Nieuwsblad. “Angesichts seiner Verletzungen erscheint es mir schwierig, aber man weiß ja nie. Nach einem Schlüsselbeinbruch kann man sicherlich nach vier Wochen wieder fahren. Doch mit dem zusätzlichen Halswirbelbruch und der Gehirnerschütterung sieht die Sache ganz anders aus“, lautete das Urteil des Niederländers.

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