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02.09.2026 | (rsn) – Vier Fahrer unter den besten Fünf, so lautete das Ergebnis für Lidl – Trek beim Auftaktzeitfahren der ZLM Tour (2.1). Und auch den Sieg nahm die deutsche Equipe dank Mathias Vacek mit. Der Tscheche war im 21,1 Kilometer langen und topfebenen Zeitfahren 19,5 Sekunden schneller als Niklas Larsen (Unibet – Rose Rockets). Mit Jakob Söderqvist, Max Walscheid und Devo-Fahrer Héctor Álvarez belegten drei von Vaceks Teamkollegen die Ränge drei bis fünf, mit 24, 25 und 26 Sekunden Rückstand zum Sieger.
Auch die Rockets zeigten sich in der Breite stark. Wessel Mouris (+ 0:32) ließ die sechstbeste Zeit notieren und Joren Bloem (+ 0:47) komplettierte die Top Ten. Die verpasste dagegen Niklas Behrens (Visma – Lease a Bike / + 0:51) als Zwölfter knapp. Auch Red Bull – Bora – hansgrohe brachte keinen Fahrer unter die besten Zehn. Der Devo-Fahrer und Juniorenweltmeister im Kampf gegen die Uhr, Michiel Mouris, Bruder des Tagessechsten, wurde Elfter (+ 0:49). Mick van Dijke (+ 1:00) musste zwei Positionen vor seinem Zwillingsbruder Tim (+ 1:01) mit Platz 16 zufrieden sein.
Für Vacek war es nach den Erfolgen bei der Tschechischen Meisterschaft im Zeitfahren und auf der Straße der dritte Saisonsieg. Als Gesamtdritter der Tour de Suisse (2.UWT) schien sich der 24-jährige Allrounder als Rundfahrer zu etablieren. Bei der Tour de France konnte er allerdings keine Akzente setzen. Zuletzt überzeugte Vacek dagegen wieder als Fünfter der Lidl Deutschland Tour (2.Pro).
"Es war ein schönes Zeitfahren, muss ich sagen – ein bisschen von allem: technische Abschnitte und einige lange Geraden, um mit Kraft zu drücken. Ich wusste daher, dass mir der Kurs liegen würde und auch in Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften war es ein guter. Deshalb wollte ich wirklich gut fahren und Vollgas geben. Ich bin happy, dass ich gewinnen und mir so nochmal Selbstbewusstsein für die Weltmeisterschaften holen konnte", sagte Vacek im Sieger-Interview und blickte auf die flachen, aber trotzdem anspruchsvollen kommenden vier Tage bei der ZLM Tour voraus:
"Die Etappen werden recht hart, nicht vom Profil her, aber mit dem Wind und den kleinen Straßen, immer links-rechts wird es sicherlich hektisch. Wir müssen also aufpassen und immer vorne fahren", meinte der 24-Jährige. "Aber mit einem recht guten Vorsprung kann ich jetzt wirklich auch versuchen auf GC zu fahren und das nach Hause zu bringen. Es ist noch weit, aber wir haben ein starkes Team hier und ich freue mich auf die nächsten Etappen."
Vom Streckenprofil her schreien alle vier weiteren Etappen nach Sprintankünften – wenn auch durch die vielen Richtungswechse und mögliche Windeinflüsse wohl meist aus reduzierten Fahrerfeldern heraus. Entscheidend wird daher sein, immer vorne dabei zu bleiben.
Da es an täglich zwei Zwischensprints je 3, 2 und 1 Sekunden Zeitgutschrift für die Top 3 gibt, sowie im Etappenziel jeweils 10, 6 und 4 Sekunden, könnten die Bonifikationen über den Gesamtsieg entscheiden – und dadurch auch Walscheid ein Wörtchen mitreden, der bei Lidl – Trek wohl die Sprinterrolle einnehmen dürfte. Neben ihm ist Tobias Müller (Unibet – Rose Rockets) aus deutscher Perspektive der zweite Hoffnungsträger für gute Sprintergebnisse.
Die Sprinterriege bei der ZLM Tour ist breit aufgestellt, ohne einen absoluten Star-Sprinter. Danny van Poppel und Alessio Magagnotti (beide Red Bull – Bora – hansgrohe), Gerben Thijssen (Alpecin – Premier Tech) oder Jason Tesson (TotalEnergies)gehören neben dem deutschen Duo zu den wohl endschnellsten Männern im Feld.
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