Vacek gewinnt ZLM Tour, Walscheid zweimal Zweiter

Devo-Fahrer Henry Hobbs düpiert die Profis

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Devo-Fahrer Henry Hobbs düpiert die Profis"
Henry Hobbs (Visma – Lease a Bike) gewinnt die Schlussetappe vor Maximilian Walscheid (Lidl – Trek). | Foto: Cor Vos

06.09.2026  |  (rsn) – Nicht der schon der bei der Deutschland Tour (2.Pro) erfolgreiche Alessio Magagnotti (Red Bull – Bora – hansgrohe), sondern Henry Hobbs (Visma – Lease a Bike) hat auf der Schlussetappe der ZLM Tour (2.1) für den Sprinterfolg eines Devo-Fahrers gesorgt. 

Der 19-jährige Brite zeigte in Waalwijk nach 182 Kilometern dem 14 Jahre älteren Deutschen Max Walscheid (Lidl – Trek) das Hinterrad. Dritter wurde der Niederländer David Dekker (Beat – Saxo) vor dem luxemburgischen Neoprofi Mathieu Kockelmann (Lotto – Intermarché) und dem französischen Routinier Florian Senechal (Alpecin – Premier Tech).

An der Spitze des Gesamtklassements gab es keine Änderungen mehr. Mathias Vacek (Lidl – Trek) verteidigte sein Führungstrikot und nahm  die Blumen für den Gesamtsieg in Empfang. Neben ihm aufs Podest durften Walscheid und Axel van der Tuuk (Euskaltel – Euskadi). Tim van Dijke wurde vor Mick van Dijke (beide Red Bull – Bora – hansgrohe) Vierter bei der zum größten Teil in Seeland, der Heimprovinz der Zwillingsbrüder, ausgetragenen Rundfahrt.

 

Für Hobbs war es in seinem ersten U23-Jahr der zweite Profisieg, nachdem er bereits bei der Oberösterreich-Rundfahrt (2.2) als Ausreißer erfolgreich gewesen war. Der Bruder des starken Nachwuchssprinters Noah Hobbs (EF Education – EasyPost) war vor der ZLM Tour noch nicht als sehr endschneller Fahrer aufgefallen, zeigte aber schon am Vortag auf der 4. Etappe auf, als er im Spurt des Pelotons direkt hinter Danny van Poppel (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Walscheid über den Zielstrich jagte.

Ein Septett mit Max Kroonen (Beat – Saxo) setzte sich kurz nach dem Start ab. Obwohl der Vorsprung nie die Zwei-Minuten-Grenze überschritt und das Feld alles im Griff zu haben schien, machte die Gruppe es den Verfolgern im Finale schwer. Auf die letzten zehn Kilometer ging sie mit 30 Sekunden Vorsprung und erst am Drei-Kilometer-Bogen wurden sie wieder eingeholt. Im Sprint kam es dann zur Überraschung durch den Youngster.

Tobias Müller durfte am Schlusstag für die Unibet – Rose Rockets spurten. Dabei kam der 22-jährige Deutsche nicht über Rang zehn im 43-köpfigen Peloton hinaus. Im Klassement kletterte der Neoprofi um eine Position auf Platz 14. Außerdem wurde Müller Zweiter der Nachwuchswertung. Walscheid durfte noch ein zweites Mal aufs Podium, da er das Rennen als Bester des Punkteklassements abschloss.

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