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07.10.2026 | (rsn) - “Ja, ist schon anstrengend!“, lautete das erste Resümee von Miguel Heidemann gegenüber RSN. Dabei hatte er einen äußerst kurzen Arbeitstag, der auf dem 22,1 Kilometer langen EM-Parcours von Sencur nur 29 Minuten und 53 Sekunden dauerte. Es war das kürzeste EM-Zeitfahren der Geschichte und der 28-Jährige beendete es beim Heimsieg von Primoz Roglic auf Position 22.
Aber in der Kürze liegt bekanntlich die Würze! “Es war ultrageil“, urteilte Heidemann weiter. “Es macht immer ultraviel Spaß. Am Ende denkt man immer: ‘Ah, vielleicht hätte ich ein bisschen schneller sein können.‘ Aber ich denke, im Großen und Ganzen kann ich zufrieden sein und es hat einfach super Spaß gemacht hier einzuspringen und nochmal EM zu fahren“, fügte er an. ___STEADY_PAYWALL___
Der Rembe-Fahrer war eigentlich nicht für die EM vorgesehen und wurde kurzfristig für den erkrankten Lennard Kämna nachnominiert. So kam Heidemann zu seiner vierten EM-Teilnahme. Auch bei Welttitelkämpfen war er viermal dabei, einmal allerdings in der U23.
Bei der Zeitfahr-EM 2025 belegte Miguel Heidemann den 21. Rang und landete damit eine Position weiter vorn als bei den diesjährigen kontinentalen Titelkämpfen. | Foto: Cor Vos
Heidemann sprach also aus Erfahrung, als er über die Atmosphäre in Slowenien schwärmte: “Die Stimmung am Sonntag beim Straßenrennen war geisteskrank. Da habe ich gedacht: ‘Verdammt, Radsport lebt in Europa!‘ Das war so krass. Dir taten die Ohren so weh! Das hat so einen Spaß gemacht!‘“, blickte er zurück auf das Straßenrennen, das er vorzeitig beendet hatte.
“Meine Aufgabe dort war mit der Einfahrt in den ersten Berg erledigt. Dementsprechend langsam bin ich die Abfahrt runter“, erklärte er. Erkenntnisse für den Zeitfahrwettbewerb konnte er deswegen auch nicht daraus mitnehmen. “Den Unterschied zwischen Straßen- und Zeitfahrrad kann ich nicht so ganz einschätzen. Sonntag war leider kein Testlauf.“
Dabei hätte der durchaus Sinn gemacht, denn vor dem Anstieg auf dem Rundkurs hatte Heidemann Respekt, wenn auch eher vor der “anderen Seite“. “Ich mag aber diese Abfahrt nicht so“, gab er zu. “Die ist so schnell, dass man sich gern mal verbremst und dann habe ich auch noch meine Kette verloren. Das war schon ärgerlich. Ich glaube, es hat einfach ein bisschen geruckelt und ich hatte im falschen Moment keinen Druck auf der Kette. Dann zieht es die ab und an mal hinten runter.“
Schlimmer als Heidemann hatte es in der Abfahrt einen anderen Athleten erwischt. Der Schweizer Mauro Schmid berichtete von einem Sturz. Allen Anschein nach kam der Österreicher Rainer Kepplinger zu Fall.
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