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07.10.2026 | (rsn) – Noch vor wenigen Wochen strahlte Franziska Koch über die Bronzemedaille im WM-Zeitfahren. Schneller waren in Montreal nur Marlen Reusser und Demi Vollering. Mit entsprechend gestiegenen Ambitionen ging die Deutsche auch in Slowenien bei den Europameisterschaften an den Start. Standesgemäß rollte Koch als drittletzte von der Rampe – nur ihre Begleiterinnen auf dem WM-Podium gingen hinter ihr ins Rennen.
Ins Ziel kam Koch als letzte der 25 Starterinnen. Im steilen, zwei Kilometer langen Mozjanca-Anstieg flog erst Vollering und noch kurz vor dem höchsten Punkt die zwei Minuten nach ihr gestartete Reusser an ihr vorbei. “Es war nicht das Rennen, auf das ich gehofft hatte“, schrieb sie kurz nach dem Rennen auf Instagram. “Ich scheine meine Beine auf der Startrampe vergessen zu haben. Also musste ich von Anfang an leiden und konnte mein gewohntes Level nicht erreichen. Aber das ist Racing und die harten Tage formen den Charakter. Ich habe bis zur Linie alles gegeben, und das ist manchmal alles, was zählt.“
In der Endabrechnung landete Koch auf Platz elf. Das ist angesichts der harten Worte, die sie für ihre Leistung fand, noch respektabel. Das Zeitfahren rund um Sencur lag der Deutschen deutlich weniger als der flachere, verwinkelte Kurs in Kanada. Der Auftritt beim Straßenrennen auf demselben Kurs ließ mit Platz acht für das Zeitfahren hoffen – der Berg erwies sich dann aber als zu anspruchsvoll für die 26-Jährige.
Und auch wenn es sicher keine Schande ist, von den dominierenden Rennfahrerinnen des Jahres überholt zu werden – Vollering selbst weiß schließlich, wie sich das anfühlt – aber die doppelte “Höchststrafe“ dürfte Kochs Leidensweg nicht gelindert haben.
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