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15.10.2026 | (rsn) – Nach zwei Saisons endet die Periode von Jonas Rutsch in belgischem Dienst. Der Deutsche kam Anfang 2025 zu Intermarché – Wanty, das dieses Jahr mit Lotto fusionierte. 2027 wechselt er nun zum neugegründeten Zweitdivisionär Modern Adventure. Über die Vertragslaufzeit wurden keine Angaben gemacht.
Für Rutsch endet mit seinem Vertrag bei Lotto auch die siebenjährige Zeit in der WorldTour. Das muss aber nicht unbedingt ein Schritt zurück sein. “Von außen betrachtet – und nach Gesprächen mit Leuten aus dem Team – scheint dort eine sehr professionelle Arbeitsweise mit einer großartigen Atmosphäre einherzugehen. Zudem ist das gesamte Projekt auf eine klare, langfristige Vision ausgelegt“, wird der 28-Jährige in der Pressemitteilung seines zukünftigen Arbeitgebers zitiert. “Obwohl es das Team erst seit einem Jahr gibt, wurden bereits große Fortschritte erzielt. Ich hoffe, dass ich das Team mit meiner Erfahrung – insbesondere bei den Frühjahrsklassikern – dabei unterstützen kann, diese langfristigen Ziele zu erreichen“, meinte er weiter.
Im Gegensatz zu Lotto – Intermarché ist Modern Adventure allerdings für die großen Frühjahrsklassiker nicht automatisch qualifiziert. Die US-Amerikaner müssen auf Wildcards hoffen. Paris Rutschs Lieblingsrennen, Paris-Roubaix, erhielt man schon in der Premierensaison eine Einladung. Bei allen belgischen WorldTour-Rennen blieb die aber aus. Durch das Ende von sowohl Flanders – Baloise als auch TotalEnergies und weil Modern Adventure in seinem ersten Jahr bewiesen hat, auch bei größeren Rennen mithalten zu können, steigen die Chancen auf Wildcards in der neuen Saison aber.
Darauf hofft auch George Hincapie, Mitbegründer der Mannschaft. “Wir freuen uns sehr, Jonas bei Modern Adventure willkommen zu heißen. Er ist wie geschaffen für Rennen wie Paris-Roubaix und die Klassiker; er bringt ein völlig neues Maß an Erfahrung in unser Team ein“, so der 53-jährige Sieger von Gent-Wevelgem 2001. Der Südafrikaner Stefan de Bod hat wie Rutsch sieben Profijahre auf dem Buckel, der US-Amerikaner Robin Carpenter kommt auf derer sechs. Die anderen bisher bekannten Fahrer für 2027 sind dagegen deutlich unerfahrener.
“Ich bin fest davon überzeugt, dass er sich in unserem Umfeld hervorragend entwickeln und mit uns neue Erfolge feiern wird. Ich bin schon sehr gespannt darauf, was wir in dieser Saison gemeinsam erreichen werden“, erzählte Hincapie weiter.
Rutschs bestes Ergebnis dieser Saison war der dritte Platz bei der Philadelphia Classic (1.1) Ende August, einem der größten Rennen der USA, dem Heimatland seines zukünftigen Arbeitgebers. Sein aktueller Brotherr kommt dagegen aller Voraussicht nach 2027 wie schon 2025 ohne deutsche Fahrer aus. Davor hatte man mit Georg Zimmermann, Jonas Rutsch, Johannes Adamietz, John Degenkolb, Rüdiger Selig, Roger Kluge, André Greipel, Marcel Sieberg und Sebastian Lang seit 2009 immer mindestens einen Deutschen im Kader.
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