Die Radsport aktiv Top 100

Platz 19: Stuart O`Grady (CSC)

12.12.2007  |  (Ra) - Wer war der stärkste und konstanteste Radprofi im Jahr 2007? Radsport aktiv hat alle wichtigen UCI-Rennen ausgewertet. Berücksichtigt wurden ProTour, HorsCategorie und die Kategorien 1.1 beziehungsweise 2.1. Für jedes Eintagesrennen, für jede Etappe und die Gesamtwertung einer Rundfahrt haben wir nach eigenem Punkteschema (siehe Link unten) Zähler vergeben. Radsport aktiv präsentiert die Top 100 des Jahres 2007: Platz 19: Stuart O`Grady (CSC), 558 Punkte

Stuart O`Grady feierte in der abgelaufenen Saison nur einen einzigen Sieg - aber was für einen. Der Australier fuhr beim Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix das Rennen seines Lebens und stürmte durch die "Hölle des Nordens" zum größten Erfolg seiner langen Laufbahn.

Nach einem passablen Saisonauftakt bei seiner Heimatrundfahrt, der Tour Down Under, wo O`Grady einmal aufs Podium fahren konnte, absolvierte der CSC-Routinier im Februar eine ansprechende Kalifornien-Rundfahrt. Neben Platz fünf in der Gesamtwertung sprangen gleich vier sechste Etappenplätze heraus. Im Anschluss daran bestritt O`Grady die Eintagesrennen Omloop Het Volk und Mailand-Turin, die er auf den Plätzen fünf und vier beendete.

Seinen ersten Saisonsieg verpasste O`Grady bei Tirreno-Adriatico nur knapp. Auf der siebten Etappe musste er sich im Massensprint nur Koldo Fernandez (Eusikaltel) geschlagen geben. Eine starke Leistung lieferte 34-Jährige bei Mailand-San Remo ab, wo er als Fünfter über die Ziellinie rollte.

Die folgenden Wochen standen bei O`Grady ganz im Zeichen der Kopfsteinpflasterrennen. Bei Quer durch Flandern (Kat. 1.1) belegte er einen starken dritten Platz. Dem folgte Rang neun beim E3 Prijs und ein guter zehnter Platz bei der Flandern-Rundfahrt. Das Highlight folgte eine Woche später: Bei Paris-Roubaix gehörte O`Grady früh zur entscheidenden Fluchtgruppe und hatte am Ende die größten Kraftreserven. Der Australier jagte als Solist ins Velodrom von Roubaix und sicherte sich seinen größten Karrieresieg.

Zur Tour de France-Vorbereitung bestritt O`Grady die Bayern-Rundfahrt, wo er mit Rang zwei auf der ersten Etappe nur knapp einen Sieg verpasste. Zudem belegte er Platz zehn in der Gesamtwertung. Den letzten Feinschliff holte sich der Teamkollege von Jens Voigt bei der Tour de Suisse, wo er einen dritten und einen vierten Platz herausfahren konnte.

Die Tour de France wurde dann zum Albtraum. Auf der achten Etappe stürzte O'Grady schwer und zog sich eine Lungenverletzung, fünf Rippenbrüche, drei angebrochene Rückenwirbel sowie einen Bruch des Schulterblattes zu. Damit war die Saison für den Australier gelaufen.

Prognose: Stuart O`Grady hat seine Wandlung vom Sprinter zum Eintagesspezialist längst vollzogen. In der kommenden Saison wird der Australier bei den Eintagesrennen über Kopfsteinpflaster wieder zu vorderen Platzierungen in der Lage sein. Einen solch grandiosen Sieg wie bei Paris-Roubaix wird O`Grady im kommenden Jahr jedoch nicht herausfahren können, zumal Teamkollege Fabian Cancellara der umumstrittene Kapitän auf diesem Terrain ist.

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