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23.04.2008 | (rsn) - High Road-Doppelschlag in den USA: Greg Henderson gewann die dritte Etappe der Tour of Georgia über 174 Kilometer von Washington nach Gainesville im Sprint einer ersten großen Gruppe vor seinem Teamkollegen André Greipel. Der Neusseländer sorgte damit nach dem Erfolg von Kim Kirchen beim Fléche Wallonne für den zweiten High-Road-Sieg binnen weniger Stunden. Rang drei ging an den US-Amerikaner Tyler Farrar (Slipstream).
Mit seinem ersten Saisonerfolg übernahm Henderson, der am Vortag hinter dem Argentinier Juan José Haedo (CSC) den zweiten Platz belegt hatte, auch die Führung in der Gesamtwertung. Der 31-Jährige geht mit neun Sekunden Vorsprung auf den US-Amerikaner Tyler Farrar (Slipstream) und mit elf Sekunden auf den Argentinier Juan José Haedo (CSC) in das Teamzeitfahren am Donnerstag. Greipel rangiert mit 15 Sekunden Rückstand auf Platz sechs. Der 25-Jährige hatte zu Saisonbeginn in Australien die «Tour Down Under» gewonnen, das erste ProTour-Rennen des Jahres.
Nichts mit der Entscheidung hatte diesmal Gerolsteiner-Kapitän Robert Förster zu tun. Als bester Fahrer seines Teams belegte Volker Ordowski den 17. Platz. "Der Kurs war deutlich schwerer als erwartet, so mussten wir im Finale noch umstellen. Mehr war einfach nicht drin heute", erklärte der Sportliche Leiter Christian Wegmann.
Nachdem eine Ausreißergruppe wieder eingefangen worden war, kontrollierte High Road das Rennen auf den letzten Kilometern des Rundkurses in Gainesville. Der US-Amerikaner George Hincapie führte Henderson bis zur letzten Kurve, danach fuhr Greipel den Sprint für den schnellen Neusseländer an und wurde selber noch Zweiter. „Es hat mich gefreut, Greg den Sprint anzuziehen. Er hat mir bei der Tour Down Under geholfen, deshalb ist es für mich kein Problem, ihm hier zu helfen“, sagte Greipel nach dem Rennen. Henderson, der schon auf den ersten beiden Etappen als Achter und Zweiter jeweils bester High Road-Fahrer gewesen war, bestätigte seine gute Form. „Das Team hat entschieden, mir hier eine Chance zu geben“, sagte der neue Träger des Gelben Trikots nach dem Rennen. „Rennen in den USA sind für uns als US-Team sehr wichtig. Ich persönlich bin auch sehr motiviert, denn bevor ich nach Europa ging, fuhr ich vier Jahre lang in den USA.“
Das spektakuläre Mannschaftszeitfahren auf dem Grand Prix-Kurs von Atlanta, wo üblicherweise Autorennen ausgetragen werden, wird High Road als letztes der 15 teilnehmenden Teams in Angriff nehmen. Eine Konstellation, die sich der Sportliche Leiter Allan Pepier gewünscht hat. „Ich habe im Begleitfahrzeug von der perfekten Situation geträumt, dass Henderson die Etappe gewinnt und ins Gelbe Trikot schlüpft und wir somit als letztes Team ins Zeitfahren gehen“, sagte der Australier. „Jetzt bin ich glücklich, dass es so gekommen ist.“
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