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10.05.2010 | (rsn) – 50 Kilometer vor dem Ziel der 2. Giro-Etappe deutete nicht viel auf einen Sieg von Tyler Farrar (Garmin-Transitions) hin. Der US-Amerikaner war in einen der unzähligen Stürze des Tages verwickelt und landete unsanft auf dem Asphalt, während an der Spitze des Feldes Tempo gebolzt wurde.
„Da war eine unebene Stelle auf der Straße, die ich nicht sah und das nächste, was ich registrierte war, dass ich auf dem Boden lag“, erklärte Farrar nach dem Rennen. „Zum Glück war ich aber nicht ernsthaft verletzt. Ich habe etwas Haut verloren, aber nichts Schlimmes. Es war Pech, aber am Ende ging es gut aus.“ Das Happy End hatte Farrar vor allem seiner Mannschaft zu verdanken, die sofort zur Stelle war.
Gleich vier Garmin-Fahrer führten den gestürzten Kapitän wieder ins Feld. Im Finale konnte der 25-Jährige dann auf seinen Zug mit dem brasilianischen Neuzugang Murilo Fischer, den Schotten David Millar und dem neuseeländischen Anfahrer Julian Dean vertrauen. Das Trio bereitete den Sprint perfekt vor, so dass sich Farrar souverän seinen ersten Etappensieg bei einem Giro d’Italia sichern konnte. Bereits im vergangenen Jahr zählte Farrar zu den besten Sprintern der Italien-Rundfahrt, hatte damals aber gegen Mark Cavendish (HTC-Columbia) einen schweren Stand. Der Brite verzichtet diesmal auf einen Giro-Start. Stattdessen bekommt es der Garmin-Sprinter mit André Greipel zu tun, den er am Sonntag deutlich hinter sich ließ.
"Ich war letztes Jahr schon nah an Cavendish dran und wir hatten damals viel Mühe darauf verwendet, unseren Zug zu trainieren”, so der Gewinner der Vattenfall Cyclassics von 2009. „Dieses Jahr hatten wir noch nicht viele Gelegenheiten dazu. Jetzt war es das erste Mal seit mehreren Monaten, dass wir versucht haben einen Zug aufzubauen – und die Jungs waren perfekt.”
So perfekt, dass Farrar nur eine Sekunde auf das Rosa Trikot von Cadel Evans (BMC Racing) fehlt. Sollte ihm am Montag ein weiterer Sieg gelingen, würde er die Führung im Gesamtklassement übernehmen.
Quelle: cyclingnews.com