Zuversichtlich zum Amstel Gold Race

Wegmann: "Die Top Ten sind mein Ziel"

Foto zu dem Text "Wegmann:
Fabian Wegmann (Garmin-Barracuda) | Foto: ROTH

14.04.2012  |  (rsn) – Nachdem er in den vergangenen Jahren mehrmals an einer Spitzenplatzierung beim Amstel Gold Race nur knapp vorbei geschrammt ist, will Fabian Wegmann (Garmin-Barracuda) diesmal am Cauberg in Valkenburg unter den besten Zehn landen.

„Das ist mein Ziel, eine Top Ten-Platzierung wäre schön“, sagte der 31-jährige Freiburger im Gespräch mit Radsport News. In seinem ausgeglichen besetzten Team gibt es dabei keinen ausgemachten Kapitän, vielmehr setzt die Mannschaftsleitung auf den Kanadier Ryder Hesjedal (Zweiter von 2010), den kletterstarken Iren Daniel Martin, den jungen Niederländer Michel Kreder und auf den erfahrenen Wegmann, der erst seit Anfang 2012 im Team ist und noch auf seinen ersten Sieg in dieser Saison wartet.

„Ich habe mich gut eingelebt und fühle mich hier richtig wohl. Es macht Spaß, in diesem Team zu fahren“, erklärte der Klassikerspezialist, neben dem gebürtigen Münchner Andreas Klier der zweite Deutsche im US-Rennstall von Jonathan Vaughters. Anfang April konnte Wegmann als Etappendritter und –achter bei der Baskenland-Rundfahrt auch die ersten Spitzenergebnisse einfahren.

„Da lief es schon einigermaßen gut, auch wenn mir die schwere Strecke dort immer wieder zu schaffen macht. Aber mir hilft das Rennen in Vorbereitung auf die Ardennenklassiker sehr. So auch diesmal. Meine Form stimmt jedenfalls“, sagte der zweimalige Deutsche Meister voller Zuversicht.

Angesichts von gleich vier Kapitänen darf man auf die Taktik bei Garmin-Barracuda gespannt sein. Für Wegmann dagegen ist die Sache ziemlich klar: „Wenn wir mit vier Mann auf die letzte Runde gehen, haben wir alle Optionen. Auf den letzten 40 Kilometern muss ich dann mitspringen, wenn attackiert wird. Die Entscheidung wird natürlich wieder im Schlussanstieg am Cauberg fallen. Da ist dann jeder auf sich selbst gestellt. Bergauf braucht man keinen, der einem den Sprint vorbereitet“, sagte der gebürtige Münsteraner.

Wegmanns Favoriten sind der Australier Simon Gerrans (GreenEdge) sowie die Spanier Joaquin Rodriguez – „Katusha hat ein bärenstarkes Team dabei und mit Oscar Freire und Daniel Moreno weitere starke Fahrer - , Samuel Sanchez (Euskaltel) sowie Alejandro Valverde mit seinem Movistar-Team, „in dem auch Giovanni Visconti eine gute Rolle spielen kann“.

Dagegen zählt nach Wegmanns Meinung Titelverteidiger Philippe Gilbert (BMC) nicht zu den ersten Kandidaten auf den Sieg.

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