NetApp-Profi trumpft beim Giro im Hochgebirge auf

Barta: "Nur Zweiter, aber stolz auf meine Leistung"

Foto zu dem Text "Barta:
Jan Barta (NetApp) auf der 14. Etappe des Giro d´Italia | Foto: ROTH

19.05.2012  |  (rsn) – Nach einem tollen Ausreißerleistung auf der ersten Hochgebirgsetappe des 95. Giro d`Italia hat der Tscheche Jan Barta am Samstag für den nächsten bemerkenswerten Erfolg des deutschen NetApp-Teams gesorgt.

Für die Mannschaft von Ralph Denk war sogar der erste GrandTour-Etappensieg zum Greifen nah. Erst im Dreier-Sprint musste sich Barta dem 25-jährigen Andrey Amador (Movistar) aus Costa Rica geschlagen geben, nachdem er bis kurz vor dem Ziel noch vorne gewesen war.

„Ich war fast tot, aber ich musste es einfach probieren", schilderte der Rund um Köln-Gewinner gegenüber Radsport News die letzten Meter. „Chancen wie diese kommen nicht oft. Ich bin heute nur Zweiter geworden, aber ich bin stolz auf das, was ich geleistet habe."

„Jan hat heute ein Wahnsinnsrennen hingelegt, es war wie im Krimi. Auf dieser schweren Etappe auf den zweiten Platz zu fahren ist großartig“, so der Sportliche Jens Heppner nach der 205 Kilometer langen Etappe von Cherasco nach Cervinia. "Er ist am Ende an die 150 Prozent gegangen, um hier den Sieg zu holen, aber er hatte vorher schon zu viele Körner gelassen. Ich bin sehr beeindruckt von seiner Leistung", lobte Heppner den 27-Jährigen.

Barta war es immer wieder gewesen, der das Heft in der ursprünglich achtköpfigen Spitzengruppe in die Hand nahm und zeitweise als Solist vor dem Feld fuhr. Später schlossen Amador und der Italiener Alessandro De Marchi (Androni-Giocattoli), der am Ende Dritter wurde, zum NetApp-Profi auf.

Die beiden überholten kurzzeitig zwar Barta, doch der 27-Jährige wuchs über sich hinaus, fuhr wieder zu Amado und De Mrachi nach vorn und fuhr als Zweiter das nächste Top-Ergebnis für NetApp ein. „Unsere Taktik ist heute voll aufgegangen“, bilanzierte Heppner zufrieden.

 

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