76. Tour de Suisse: Albasini Dritter auf 4. Etappe

Die Schweizer im Dauerregen in der Offensive

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Martin Elmiger (Ag2R) | Foto: ROTH

13.06.2012  |  (rsn) – Auf der gestrigen 4. Etappe der 76. Tour de Suisse wollten es die heimischen Fahrer wissen. Martin Kohler und Mathias Frank (beide BMC), Martin Elmiger (Ag2R) sowie Michael Albasini (Orica GreenEdge) und Gregory Rast (RadioShack-Nissan) taten sich als Ausreißer hervor.

Auch wenn im Dauerregen keine der Schweizer Attacken letztlich zum Erfolg führte, so konnte sich Albasini im Massenensprint in Trimbach-Olten doch Platz drei hinter dem überlegenen Slowaken Peter Sagan (Liquigas-Cannondale) und dem Spanier José Joaquin Rojas (Movistar) sichern. Kohler wurde als kämpferischster Fahrer der Etappe ausgezeichnet, Frank wurde Tageszehnter und bleibt auf Rang 22 bester Schweizer im Gesamtklassement.

Kohler war zunächst einer der aktivsten Fahrer in der neunköpfigen Gruppe des Tages, die sich nach rund 60 Kilometern gebildet hatte. Im Finale musste der Schweizer Zeitfahrmeister dann aber den Italiener Dario Cataldo (Omega Pharma-QuickStep) in einem bis zu 20 Prozent steilen, nicht kategorisierten Anstieg ziehen lassen.

„Ich habe mich heute besser gefühlt, aber das war einfach zu steil für mich“, erklärte der 26-Jährige, der am Sonntag bei der Bergankunft in Verbier viel Zeit verloren hatte. Sein Teamkollege Frank attackierte im Finale vergeblich aus dem Feld heraus, ebenso wie Albasini, der es gleich mehrmals probierte, aber auch nicht wegkam.

Erfolgversprechender sah da schon Elmigers Versuch aus. Der Schweizer Meister von 2010 lag nach einer Attacke im letzten Anstieg des Tages gemeinsam mit dem Belgier Greg Van Avermaet (BMC) und dem Norweger Lars Petter Nordhaug (Sky) zehn Kilometer vor dem Ziel fast 50 Sekunden vor dem zu diesem Zeitpunkt uneinigen Feld. Nordhaug, der sich zuvor als Solist versucht hatte, beteiligte sich aber nicht an der Führungsarbeit, wodurch die Gruppe drei Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt wurde.

„Martin und ich haben gut harmoniert, um Nordhaug einzuholen, aber dann wurden wir zu dritt langsamer als zu zweit", erklärte Van Avermaet im Ziel. „Das war etwas enttäuschend, denn ein Etappensieg hier wäre schön gewesen. Es ist ein ProTour Rennen und eines der wichtigsten für unseren Sponsor BMC. Es ist schwer, Peter Sagan im Sprint zu schlagen, also müssen wir etwas anderes versuchen", fügte der 27-Jährige an.

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