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14.06.2012 | (rsn) – An Peter Sagan (Liquigas-Cannondale) gibt es in den Sprintankünften der diesjährigen Tour de Suisse kein Vorbeikommen. Der 22 Jahre alte Slowake gewann am Donnerstag auch die 6. Etappe über 197 Kilometer von Wittnau nach Bischofszell und sicherte sich seinen vierten Tageserfolg bei der Tour-Generalprobe.
Sagan ließ im verwinkelten Finale den Briten Ben Swift (Sky) und den Australier Alland Davis (Orica-GreenEdge) hinter sich und baute mit seinem 12. Saisonsieg die Führung in der Punktewertung weiter aus. Vierter wurde mit dem Schweizer Michael Albasinsi ein weiterer GreenEdge-Fahrer, Platz fünf ging an den Spanier Oscar Freire (Katusha).
Keine Veränderungen gab es an der Spitze der Gesamtwertung. Der Portugiese Rui Costa (Movistar) verteidigte sein Gelbes Trikot und führt weiter mit acht Sekunden Vorsprung auf den Luxemburger Fränk Schleck (RadioShack-Nissan) und 15 auf den Tschechen Roman Kreuziger (Astana). Der gestrige Etappensieger Vladimir Isaychev (Katusha) verteidigte sein Bergtrikot vor dem punktgleichen Italiener Matteo Montaguti (Ag2R).
Nach den verregneten letzten Tagen machten sich die im Rennen verbliebenen 148 Fahrer bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen auf den Weg in Richtung Bodensee. Auf welligem Terrain warteten insgesamt fünf Bergwertungen auf die Fahrer - drei der 3. Kategorie und zwei der 4. Kategorie.
Nach gut 30 Kilometern und zahlreichen vergeblichen Attacken kamen schließlich der Schweizer Rubens Bertogliati (Team Type T1), der Australier Baden Cooke (Orica-GreenEdge), der Spanier Vicente Reynes (Lotto Belisol), der Italiener Matteo Montaguti (Ag2R) sowie der Däne Troels Ronning Vinther (Saxo Bank) vom Feld weg.
Doch kurz darauf ließ sich Bertogliati wieder zurückfallen. Der Routinier - nur 1:45 Minuten hinter Rui Costa auf Rang 25 des Gesamtklassements positioniert - war eine zu große Gefahr für das Gelbe Trikot, als das Movistar die Gruppe hätte ziehen lassen.
Danach wuchs der Vorsprung der nur noch vier Ausreißer deutlich an, auf bis zu 5:30 Minuten. Im Feld kontrollierte zunächst Movistar das Geschehen, erst im Finale schalteten sich auch die Sprinterteams mit in die Verfolgungsarbeit ein. Montaguti sicherte sich alle fünf Bergwertungen und kommt damit ebenso wie Isaychev auf 21 Punkte ind er Sonderwertung. Der Italiener war - mit Vinther - auch der letzte des Quartetts, der knapp drei Kilometer vor dem Ziel vom jagenden Feld gestellt wurde.
Im Finale setzte sich Sky an die Spitze des Feldes und ebnete Swift den Weg. In die letzte Kurve jagte der 24 Jahre alte Brite als erster hinein, knapp gefolgt von Sagan, der gefährlich nahe an die Absperrgitter herankam, den Sprint von der dritten Position aus anzog und auf den letzten Metern doch noch deutlich am Sky-Sprinter vorbeiziehen konnte.
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