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12.09.2014 | (rsn) – Auch wenn Chris Froome (Sky) ihn im Finale der gestrigen 18. Vuelta-Etappe abgehängt und wertvolle Sekunden abgenommen hat, so bleibt Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) bei der 69. Spanien-Rundfahrt doch der erste Kandidat auf den Gesamtsieg.
Der Spanier führt weiter das Klassement an, wenn auch nur noch 1:19 Minuten vor dem Briten, der Alejandro Valverde (Movistar) auf den dritten Platz verdrängte. Contador schaut nun bereits auf den Samstag, wenn „eine wirklich große Bergetappe“ ansteht.
„Ich glaube, dass die Froome und mir mehr liegt als die heutige“, erklärte der Träger des Roten Trikots nach dem gestrigen Abschnitt, der zwar ebenfalls mit einer Bergankunft endete, aber eben nicht im Hochgebirge, sondern am Monte Castrove – in knapp 500 Metern Höhe. Zwar musste der durchaus schwere Anstieg zweimal bewältigt werden, zuvor aber führte die Etappe eher über hügeliges Terrain, das für die Kletterspezialisten keine Herausforderung darstellte.
Das wird auf der 20. Etappe ganz anders sein, wenn insgesamt vier kategorisierte Berge warten darunter der Schlussanstieg nach Puerto de Ancares, der in der Ehrenkategorie geführt wird.
Hier sieht Contador den Tour-Sieger von 2013 als größten Konkurrenten, weniger seine Landsleute Valverde und Joaquim Rodriguez (Katusha), der auf Rang vier bereits 2:29 Minuten Rückstand hat. „Der Fahrer, auf den ich achten muss, wird Froome sein“, erklärte der 31-Jährige.
Auf der gestrigen Etappe sah sich Contador nicht in der Verantwortung, nachdem Froome 2,5 Kilometer vor dem Ziel attackierte. Deshalb fuhr er zunächst abwartend, erst kurz vor der Bergwertung, die 700 Meter vor dem Ziel abgenommen wurde, ging der Madrilene in die Offensive, um Schadensbegrenzung zu betreiben. „Ich dachte, es wäre die Aufgabe von Valverde gewesen, die Verfolgung zu übernehmen, weil dessen zweiter Platz ja bedroht war. Deshalb war es ganz klar an ihm zu arbeiten“, so Contador.
Doch der Movistar-Kapitän wollte sich den Schuh nicht anziehen. „Wir haben uns gegenseitig beobachtet und es gab keine wirklich Zusammenarbeit“, so Valverde, der - wie auch Rodriguez - erst auf den allerletzten Metern alles gab, wie er eingestand. Es reichte dann nicht, um noch an Froome heranzukommen, weshalb der 34-Jährige nun eindeutig die schlechten Karten im Kampf um den zweiten Gesamtplatz hat, auch wenn er anfügte: „Ich denke nicht, dass Froome besser als wir ist. Wir bewegen uns mehr oder weniger auf einem Niveau, aber heute war er der cleverste“, sagte Valverde, für den aber feststeht: „Froome ist stark, aber ich denke nicht, dass er Contador noch vom Thron stoßen wird.“
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