Giant-Alpecin geht „super-motiviert an den Start"

Degenkolb: „Für Paris-Roubaix gilt alles oder nichts"

Foto zu dem Text "Degenkolb: „Für Paris-Roubaix gilt alles oder nichts
John Degenkolb (Giant-Alpecin) will erstmals in seiner Karriere Paris-Roubaix gewinnen. | Foto: Cor Vos

11.04.2015  |  (rsn) - Roubaix-Wetter am Startort Compiègne! Direkt nach dem Ende der Team-Präsentation auf dem Place du Palais fing es richtig an zu regnen. Ein schlechtes Zeichen für John Degenkolb (Giant-Alpecin), der zu den Topfavoriten zählt?

„Ich kann mir das Wetter nicht aussuchen. Aber morgen soll es ja trocken bleiben. Das könnte mir entgegenkommen", sagte der Wahl-Frankfurter radsport-news.com. Dass es am Tag davor schauerte, findet der 26-Jährige sogar gut: „Dann wird es vielleicht nicht so staubig."

Schwer genug wird die 253,5 Kilometer lange „Königin der Klassiker“ so oder so, auch wenn sich auf den 27 Kopfsteinpflasterpassagen in der Gesamtlänge von 52,7 Kilometern nicht gerade die berüchtigte „Hölle des Nordens“ auftun sollte.

„Der Start wird sehr wichtig werden. Es kommt darauf an, wie die ersten Gruppen besetzt sind, die sich abzusetzen versuchen“, glaubt der Vorjahreszweite. „Ich werde versuchen, Körner zu sparen. Gut wäre es auch, wenn ich am Schluss noch einen Helfer dabei hätte."

Dabei vertraut der Sieger von Mailand-Sanremo seinem Team Giant-Alpecin voll und ganz. „Alle sind super-motiviert, alle sind in Form, alle wollen den Sieg, wobei wir überhaupt nicht unter Druck stehen, da wir ja schon einen großen Sieg in der Tasche haben“, sagte Degenkolb. Dass seine Form noch stimmt, zeigte der beurlaubte Polizeimeister mit seinem guten siebten Platz letzten Sonntag bei der Flandern-Rundfahrt.

Eine Taktik hat er sich nicht wirklich zurechtgelegt. Degenkolb: „Jedes Rennen ist anders. Darauf muss man reagieren. Aber ich gehe mit großem Selbstvertrauen an den Start." Am liebsten wäre ihm zwar eine große Gruppe, die mit ihm die berühmt-berüchtigte Radrennbahn in Roubaix erreicht. Aber auf vor anderen Szenarien ist ihm nicht bange: „Ich bin aber gut und stark, um mehrere Möglichkeiten zu nutzen. Ich kann auch in eine kleine Gruppe springen."

Auch wenn Degenkolb sich wegen der Unvorhersehbarkeit des Rennens keine wirkliche Taktik zurechtlegen kann, ein Motto hat er: „Für Paris-Roubaix gilt alles oder nichts!"

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