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27.04.2015 | (rsn) – Mit gemischten Gefühlen beendet Michal Kwiatkowski sein Radsport-Frühjahr. Der Straßenweltmeister aus Polen gewann zwar in überragender Manier das Amstel Gold Race in der niederländischen Provinz Limburg, bei den beiden darauffolgenden Ardennenklassikern zog er allerdings den Kürzeren.
Beim „Wallonischen Pfeil“ (Fléche Wallonne) konnte Kwiatkowski an der Mur de Huy das Tempo seiner Gegner nicht mitgehen. Seit längerer Zeit ist bekannt, dass der 24-Jährige schlecht mit abrupten Tempowechseln zurecht kommt. Mit dem Spiel „mal langsamer, mal schneller“ im Gegensatz zum Etixx-Kapitän Alejandro Valverde (Movistar) keine Probleme. Der Spanier wurde schon beim „Bierrennen“ Zweiter und gewann danach sowohl den Flèche Wallonne als auch Lüttich-Bastogne-Lüttich. Am Sonntag hielt sich Kwiatkowski bis ins Finale von „La Doyenne“ hinein ganz vorne in der Spitzengruppe mit anderen Favoriten. Als das Rennen dann aber in die alles entscheidende Phase ging, musste der „Flowerman“ reißen lassen. Erneut sprang Julian Alaphilippe in die Bresche, der zunächst aber Mühe hatte, Daniel Moreno (Katusha), der auf Angriff setzte, und kurz darauf Valverde und Joaquim Rodriguez (Katusha) zu folgen. Im finalen Sprint gelang dem 22-Jährigen dann jedoch erneut ein Spitzenergebnis.
„Julian ist ein sehr talentierter Fahrer, dem die Zukunft gehört. Heute hat er wieder gezeigt, dass er das Zeug zu einem richtig guten Rennfahrer hat. Obwohl er mich unterstützen sollte, konnte er, nachdem ich zurückgefallen war, noch Rang zwei belegen“, sagte Kwiatkowski, der jedoch eine Frage nicht beantworten konnte.
„Was mit mir passiert ist? Das weiß ich nicht. Das Rennen verlief für mich gut, aber im Finale, als die Beschleunigungen anfingen, war ich weg vom Fenster. Diese Woche werde ich der Fehleranalyse widmen, um in Erfahrung zu bringen, was ich falsch gemacht habe, damit ich diese Fehler nie mehr wiederhole“, ergänzte der Jungstar.
Jetzt gilt es für Kwiatkowski, sich zu erholen und so langsam aber sicher auf die Tour de France zu schielen. „Die erste Saisonh¬älfte, so denke ich, war wirklich ziemlich gut. Und der Amstel-Sieg war das Sahnehäubchen“, zog er ein insgesamt positives Fazit seines Frühjahrs.
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