Pfingsten überzeugt als Ausreißer

Konrad profitiert zum Oman-Auftakt von der Streckenkenntnis

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Patrick Konrad (Bora-Argon 18) | Foto: Cor Vos

16.02.2016  |  (rsn) – Patrick Konrad hat zum Auftakt der 7. Oman-Rundfahrt ein deutliches Ausrufzeichen gesetzt. Der Österreicher in Diensten des deutschen Zweitdivisionärs Bora-Argon 18 kam auf der 1. Etappe nach 145 Kilometer vom Oman Exhibition Center nach Al Bustan in der ersten Verfolgergruppe ins Ziel und belegte nur acht Sekunden hinter Solosieger Bob Jungels (Etixx-Quick-Step) als bester Fahrer seines Teams den 13. Platz. Dabei kam Konrad zugute, dass er um die Schwierigkeit des anspruchsvollen und über zwei Anstiege führenden Etappenfinales wusste.

„Ein großer Vorteil war für mich die Streckenkenntnis aus dem vergangenen Jahr. Einige andere Fahrer schienen doch das Finale unterschätzt zu haben“, so der 24-Jährige zu radsport-news.com. „Außerdem hat das Team super gearbeitet und Emu (Emanuel Buchmann, d. Red.) und mich optimal in den letzten Berg des Tages hineingefahren.“

Zwar gelang es Konrad und den anderen Verfolgern nicht mehr, den in der Abfahrt zwei Kilometer vor Schluss enteilten Jungels noch zu stellen, doch im Gesamtklassement hat er genau wie 2015 nun beste Aussichten auf eine Spitzenplatzierung. Und das ist auch sein Ziel für die kommenden Tage. „Ich möchte gerne mein Ergebnis vom Vorjahr bestätigen, und nun habe ich beste Voraussetzungen dafür. Und eventuell kann ich mich sogar verbessern“, sagte Konrad, der die letztjährige Tour of Oman auf dem zehnten Platz beendet hatte.

Die Bora-Teamleitung konnte aber nicht nur mit den Leistungen der Kapitäne Konrad und Buchmann – der mit 35 Sekunden Rückstand Achtzehnter wurde – zufrieden sein, sondern auch mit dem Auftritt von Christoph Pfingsten. Der 28-Jährige initiierte nach nur drei Kilometern die fünfköpfige Ausreißergruppe des Tages, die sich rund sechs Minuten Vorsprung erarbeitete, dann aber doch bereits gut 20 Kilometer vor dem Ziel gestellt wurde.

„Meine Aufgabe war es heute, in der Spitzengruppe zu sein. Das habe ich geschafft. Leider war der Wind nicht auf unserer Seite. Wir hatten fast nur Gegenwind. Somit war es für das Feld nicht so schwierig uns zurück zu holen“, berichtete Pfingsten gegenüber radsport-news.com. Der frühere Deutsche Cross-Meister wurde dann zwar noch durchgereicht und kam mit mehr als zehn Minuten Rückstand ins Ziel. Doch seinem Team hatte er mit seiner langen Flucht die Arbeit erleichtert.

In den kommenden Tagen wird auf Pfingsten allerdings noch mehr davon zukommen, denn sein Kapitän Konrad peilt die Top Ten an. „Ich denke, dass wir mit Patrick in der ersten Gruppe heute eine gute Ausgangsposition für die nächsten Etappen haben“, schaute Pfingsten erwartungsvoll nach vorn.

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