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"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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30.01.2005 - St. Wendel (dpa) - Auf der Zielgeraden richtete sich Hanka Kupfernagel von ihrem Crossrad auf, schlug die Hände vor das Gesicht und vergoss Tränen der Freude.
Mit heißem Herzen und kühler Renntaktik machte die 30-Jährige bei der Radcross-WM im eiskalten St. Wendel ihren dritten Titelgewinn nach 2000 und 2001 perfekt und war danach völlig aus dem Häuschen. «Als ich ins Stadion fuhr wusste ich, dass kann mir keiner mehr nehmen. Das war ein richtig tolles Gefühl», schilderte die Brandenburgerin die letzten, für sie sehr emotionalen Meter. Hinter der überlegenen Siegerin aus Werder machte Mountainbikerin Sabine Spitz (Murg-Niederhof) den deutschen Doppelsieg perfekt.
«Es waren wirklich schwere Wochen. Da hatte sich ein ganz schöner Berg angestaut. Die ganze Anspannung ist von mir abgefallen», bekannte die über das ganze Gesicht strahlende Weltmeisterin. Lob bekam sie von ihrem Trainer und Lebenspartner Mike Kluge. «Der Druck, den wir uns selbst auferlegt hatten, war enorm. Dass sie dann unter diesen Umständen so eine Leistung bringt, ist absolut professionell», sagte der mehrfache Cross-Weltmeister, der mit seinem Schützling vor allem im taktischen Bereich gearbeitet hatte.
Die Taktik, von vorne zu fahren, ging ab der zweiten Runde voll auf. «Die Atmosphäre auf der Strecke war so einzigartig, ich bin fast über den Kurs geflogen», sagte Kupfernagel. Unterstützung bekam sie zudem von Sabine Spitz, die dank ihres hohen Anfangstempos das Feld früh auseinander gezogen und damit die Weichen für den Doppelsieg gestellt hatte. «Wir haben uns vorher zusammengesetzt und unsere Chancen besprochen. Sie ist die ersten beiden Runden toll gefahren. Ein großes Lob und großen Dank an Sabine, vielleicht kann ich mich irgendwann mal revanchieren», sagte Kupfernagel.
Die 30-jährige Allrounderin baute von Runde zu Runde ihre Führung aus, war vor allem in den Laufpassagen der Konkurrenz überlegen und fuhr die beste Linie auf dem knochenharten Boden. Nach sechs Runden auf dem 2,8 Kilometer-Rundkurs erreichte sie unter den Augen von NOK-Präsident Klaus Steinbach in 41:42,5 Minuten als Erste das Ziel. 28 Sekunden später machte Spitz den deutschen Doppelsieg perfekt, Mirjam Melchers (Niederlande) holte Bronze.
Spitz fuhr lange Zeit gemeinsam mit der französischen Titelverteidigerin Laurence Laboucher (4.) und deren Landsfrau Maryline Salvetat (5.) in einer Verfolgergruppe, doch in der letzten Runde setzte sich die Schwarzwälderin ab. «Ich habe es einfach noch mal versucht. Die Französinnen waren sich nicht einig, so hat es geklappt», freute sich Spitz, die ihre erste Cross-Saison mit Silber krönte. «Da überlegt man schon, ob man es im nächsten Jahr wieder versucht», sagte die Seiteneinsteigerin, die bei den Olympischen Spielen in Athen Bronze im Mountainbike gewonnen hatte.
Bei den Männern siegte der Belgier Sven Nys. Der 28 Jahre alte Weltranglisten-Erste setzte sich in 1:01,35 Stunden vor seinen Landsleuten Erwin Vervecken und Sven Vanthourenhout durch. Bester Deutscher war Fabian Brzezinski (Tobringen), der mit einem Rückstand von 2:38 Minuten auf dem 25. Platz landete.
Bereits am Vortag hatte sich der Stahnsdorfer Christoph Pfingsten im Juniorenrennen die Bronzemedaille hinter dem Italiener Davide Malacarne und dem Schweizer Julien Taramarcaz gesichert. «Vielleicht wäre mehr drin gewesen», sagte Pfingsten nach der knappen Sprintentscheidung.
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