98. Berliner Sechstagerennen

Zabel verabschiedet sich mit einem Sieg


Erik Zabel hat sich in Berlin den Siegerkranz umgehängt.

28.01.2009  |  Berlin (dpa/rsn) - Sieg zum Abschluss einer einzigartigen Karriere: Der 38-jährige Erik Zabel gewann im letzten Rennen seiner Laufbahn das 98. Berliner Sechstagerennen an der Seite des Doppel-Olympiasiegers Robert Bartko.

Das Favoritenpaar verwies die Vorjahressieger Bruno Risi/Franco Marvulli aus der Schweiz rundengleich mit 14 Punkten Vorsprung auf den zweiten Platz. Zabel/Bartko (Unna/Potsdam) siegten unter dem Jubel von 13.500 Zuschauern im erneut ausverkauften Berliner Velodrom mit 269 Punkten Vorsprung vor den Eidgenossen (255). Die Entscheidung fiel wie von langer Hand inszeniert in der letzten Jagd. Dritter wurden Roger Kluge/Kenny de Ketele (Berlin/Belgien) mit einer Runde Rückstand.

Sein letztes Straßenrennen hatte der 38-jährige Sprinter im vergangenen Oktober beim Klassiker Paris-Tours bestritten. Zabel, der am Dienstag seinen 13. Sechstage-Erfolg feierte, bleibt seiner Branche als Berater und Sprintertrainer des Teams Columbia-High Road treu. Der erfolgreichste deutsche Radprofi gewann in 16 Profijahren unter anderem 12 Tour-de-France-Etappen, trug in Paris sechsmal das Grüne Trikot, gewann viermal den Frühjahrsklassiker Mailand-San Remo und holte sich zweimal die Vize-Weltmeisterschaft.

Im Mai 2007 gestand der geborene Berliner wie viele seiner ehemaligen Telekom-Teamkollegen Doping. Zabel räumte ein, in den 90er Jahren das Blutdopingmittel EPO "eine Woche ausprobiert" zu haben.

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