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05.07.2012 - (rsn) - Egal, was in den kommenden beiden Wochen noch passieren mag, eines ist gewiss: Thomas Voeckler (Europcar) ist und bleibt ein Nationalheld der Franzosen. Ebenso sicher ist aber auch, dass der in Schiltigheim im Elsass geborene und auf Martinique aufgewachsene Mann mit dem Herz am rechten Fleck in diesem Jahr seinen Erfolg von 2011 nicht wird wiederholen können.
Damals trug Voeckler - wie auch schon im Jahr 2004 - für zehn Tage das Gelbe Trikot. Beid er vergangenen Tour büßte Voeckler die durchaus mögliche Podiumsplatzierung erst im abschließenden Zeitfahren auf der vorletzten Etappe ein. Im Jahr 2004 hatte der mittlerweile 33-Jährige übrigens im Zeitfahren am Ende noch das Weiße Trikot abgeben müssen.
Doch bei der 99. Frankreich-Rundfahrt läuft es beim Liebling der Franzosen nicht. Eine schmerzhafte Entzündung im Knie trieb Voeckler vor der Tour fast zur Verzweiflung. Dabei hatten zuvor Platz acht bei der Flandern-Rundfahrt, wenig später Platz fünf beim Amstel Gold und sogar Platz vier bei Lüttich-Bastogne-Lüttich aufhorchen lassen. Nach den Vier Tagen von Dünkirchen begann dann aber die Leidenszeit des Europcar-Kapitäns – und die hält bis heute an.
Seinen Start bei den französischen Meisterschaften hatte Voeckler kurzfristig noch absagen müssen. Selbst die Tour stand für ihn lange auf der Kippe. „Das sind nicht die besten Tage meiner Karriere. Der Zustand meines Knies bereitet mir Sorgen. Im Sitzen geht es noch, aber im Wiegetritt verspüre ich immer wieder einen stechenden Schmerz“, so Voeckler.
In der Gesamtwertung sammelte der kleine Franzose bereits einen Rückstand von 8:19 Minuten an – und verabschiedete sich damit frühzeitig vom Traum einer Topplatzierung. Doch wer ihn kennt, der weiß, dass der große Kämpfer sicher noch zeigen wird, um zumindest einen Etappensieg zu ergattern – oder auch nur auf ein Neues die Herzen der Franzosen. Auch das Bergtrikot wäre könnte für Voeckler ein Thema werden – wenn denn nur diese Schmerzen im Knie nicht wären.