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26.09.2017 | (rsn) - Nach zwei Goldmedaillen in den beiden Zeitfahren träumte Tom Dumoulin mit Blick auf das WM-Straßenrennen von Bergen von einem dritten Regenbogentrikot. Nach schweren 267,5 Kilometern kam der Niederländer zwar mit der 26 Fahrer starken Spitzengruppe auf die Zielgerade, doch in der Sprintentscheidung war Dumoulin wie erwartet chancenlos. Der Maastrichter landete auf Rang 25, eine Position hinter seinem Landsmann Niki Terpstra, der ebenso wie der Zeitfahrweltmeister zuvor mit einer Attacke vergeblich versucht hatte, die Sprinter um Peter Sagan, Alexander Kristoff und Michael Matthews abzuhängen.
Vor allem mit Dumoulins Attacke war allgemein gerechnet worden - und sie kam auch, allerdings bereits bei der vorletzten Überquerung des "Lachshügels“. Dort konnte sich der Giro-Sieger aber nicht wie erhofft absetzen. Im Ziel gestand Dumoulin dann freimütig ein, zu früh attackiert zu haben.
“Ich habe was anderes probiert, als bis zum letzten Anstieg zu warten, aber ich hatte ein bisschen zu wenig Punch. Am Ende habe ich die falsche Entscheidung getroffen. Ich hatte gute Beine, aber ich hätte bis zum letzten Anstieg warten sollen“, sagte Dumoulin nach dem WM-Rennen, in dem sich Titelverteidiger Sagan sein drittes Regenbogentrikot in Folge holte.
Angesichts der Beschaffenheit des zwölfmal zu befahrenden Rundkurses sei es aber unmöglich gewesen, "das Rennen schon vorher zur Explosion zu bringen, und auch wenn es ein schwerer Parcours war, so konnte man doch folgen. Sagan und Kristoff waren in der Lage dranzubleiben und zu leiden. Wenn du ein guter Fahrer bist, dann kannst du dich dranhängen“, befand Dumoulin, dem nach seiner vereitelten Attacke nicht viel mehr blieb, als im Feld mitzurollen und den Sprintern die Bühne zu überlassen.
Mit seiner und der Leistung des niederländischen Teams zeigte sich der 26-Jährige aber zufrieden. "Ich denke, Niki (Terpstra) und ich waren im Anstieg genauso stark wie Sagan, Kristoff und Matthews, wenn nicht sogar stärker. Aber wir waren nicht auf dem Podium. So ist es nun mal. Das Team hat hier einen guten Job gemacht. Wir hatten halt keinen Finisher dabei“, sagte er mit Blick auf das Oranje-Aufgebot, für das mit Danny Van Poppel nur ein Sprinter nominiert worden war. Der 24-Jährige musste das Rennen wie 63 weitere Fahrer auch vorzeitig beenden.
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