Nach der Polen-Rundfahrt folgt eine Rennpause

Geschke: Bergtrikot als Belohnung für ein offensives Rennen

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Simon Geschke (CCC) im Bergtrikot der Polen-Rundfahrt | Foto: Cor Vos

10.08.2019  |  (rsn) - Simon Geschke (CCC) hat bei der 76. Tour de Pologne quasi nebenbei das Bergtrikot erobert. Der 33-jährige Freiburger sammelte auf der abschließenden 7. Etappe an allen fünf Bergwertungen Punkte und fuhr so noch den Polen Tomas Marczynski (Lotto Soudal) aus dem magentafarbenen Trikot. Letztlich gaben die fünf Zähler, die Geschke als Dritter am letzten Bergpreis des Tages gutgeschrieben bekam, den Ausschlag - zu diesem Zeitpunkt war Marczynski, der zuvor die zweite und dritte Bergwertung gewonnen hatte, bereits nicht mehr in der einst 14 Fahrer starken Ausreißergruppe dabei.

Dabei hatte CCC am letzten Tag des Heimspiels ein anderes Ziel verfolgt, wie Geschke nach dem Rennen erklärte. "Wir hatten geplant, auf Etappensieg zu fahren und eventuell auf die Top Ten der Gesamtwertung, aber nicht auf das Bergtrikot. Und die beste Möglichkeit, das zu erreichen, war, in die Fluchtgruppe zu gehen. Ich freue mich, dass mir das zusammen mit Serge Pauwels gelungen ist.“

Da die Ausreißer vom aufmerksamen Feld an der kurzen Leine gehalten wurden, standen die Aussichten zwar nicht allzu günstig. Allerdings nutzte Matej Mohoric (Bahrain - Merida) seine Chance, als er schon knapp 60 Kilometer vor dem Ziel seine Begleiter stehen ließ und als Solist an der Bergankunft in Bukowina Tatrzanska ankam. Auch Geschke konnte dem Slowenen nicht folgen, wurde von der Favoritengruppe noch eingeholt und belegte letztlich 2:15 Minuten hinter Mohoric einen guten zwölften Platz.

"Wir sind hierher gekommen, um eine Etappe zu gewinnen, aber auf diesem Niveau ist das nicht einfach. Stattdessen haben wir das Bergtrikot, das ist auch eine schöne Belohnung für ein offensives Rennen. Wir haben versucht, so aggressiv wie möglich zu fahren“, fasste er die einwöchige Rundfahrt zusammen, an deren letzten beiden Tagen er sämtliche 60 Punkte sammelte, die den Gewinn der Bergwertung sicherstellten. “Ich habe ja nur eine Bergwertung gewonnen, aber an den anderen überall Punkte gesammelt“, berichtete er und fügte an: “Es reichte schließlich, aber als ich die Ziellinie überquerte, wusste ich das noch nicht.“

Auf Twitter machte der Tour-Etappensieger von 2015 dann aber deutlich, dass die sportlichen Aspekte durch den Tod des jungen Belgiers Bjorg Lambrecht (Lotto Soudal), der sich bei einem Sturz auf der 3. Etappe tödliche innere Verletzungen zugezogen hatte, in den Hintergrund rückten. “Berg- und Talfahrt hier in Polen. Immer noch ein unwirkliches Gefühl, dass wir für immer keinen Kollegen aus dem Feld verloren haben“, schrieb Geschke, der nach einem kräftezehrenden Sommer bei der Tour de France und der Polen-Rundfahrt nun eine geplante Pause einlegen wird. Am Sonntag wird Geschke aber noch in Bad Homburg an der Seite von John Degenkolb, Nils Politt, Nikias Arndt und Lennard Kämna das Kurparkrennen bestreiten.

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