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25.01.2026 | (rsn) – Das Wochenende vor der Weltmeisterschaft in Hulst hätte für Puck Pierse (Fenix – Premier Tech) nicht besser laufen können. Einen Tag nach ihrem Sieg beim Weltcup von Maasmechelen war sie auch beim Weltcup in Hoogerheide die Beste. Erst in der Schlussrunde eines spannenden Finales setzte sie sich von ihren beiden letzten Konkurrentinnen ab. Kristyna Zemanova (Brilon) feierte als Zweite ihr bestes Weltcup-Ergebnis, Amandine Fouquenet (Pauwels Sauzen – Altez) wurde Dritte. Zoe Bäckstedt (Canyon – SRAM – zondacrypto) kam kurz dahinter als Vierte ins Ziel und verwies Shirin van Anrooij (Baloise – Het Poetsbureau Lions) auf Rang fünf.
Lucinda Brand (Baloise – Het Poetskantoor Lions) stand schon vor dem Finale als Gesamtsiegerin fest und verzichtete wegen einer Wadenverletzung auf eine Teilnahme. Auch die Weltcupdritte Ceylin del Carmen Alvarado (Fenix – Premier Tech) war zum Abschluss der Serie nicht am Start. Aniek van Alphen (Seven) verteidigte als Zwölfte ihren zweiten Platz im Klassement, Fouquenet verbesserte sich auf den dritten Rang.
Erst musste Pieterse
Auf dem trockenen und daher rasend schnellen Kurs taten sich die Favoritinnen schwer, Unterschiede zu forcieren. Erst im Finale setzten sich die Besten ab, die entscheidende Attacke von Pieterse erfolge in der Schlussrunde. “Ich hatte das Gefühl, dass ich in den Kurven vor der rosa Brücke schneller war. Da wollte ich vorn sein. Ich wollte weder gegen Amandine noch gegen Zemanova sprinten“, erklärte sie ihren Angriff.
Tomke Windelband war die beste der fünf gestarteten Deutschen. Sie belegte den 58. Platz von 69 Teilnehmerinnen. Beste deutschsprachige Fahrerin war Marie Schreiber (SD Worx – Protime) auf Rang 23.
Inge van der Heijden (Crelan – Corendon) übernahm nach dem Start das Kommando und sie wurde nach fünf Minuten von Fouquenet abgelöst. Kurz vor dem schweren Schlussteil des Kurses ging van Anrooij an die Spitze. Die zog das Feld auf dem Weg zur ersten Zielpassage erstmals richtig auseinander, ohne dass sie es brach.
Auf dem in diesem Jahr ungewöhnlich trockenen Kurs blieb das Peloton auch in den nächsten Minuten kompakt; 20 Fahrerinnen kamen Ende des zweiten von sieben Umläufen innerhalb von zehn Sekunden Rad an Rad über den Zielstrich.
Dann machte Pieterse ernst. Sie riss die Gruppe auseinander und setzte sich einige Meter ab, bekam bevor die 4. Runde begann aber wieder Gesellschaft von sechs Kontrahentinnen. Im danach folgenden leichteren Teil der Strecke kamen aber auch die abgehängten Fahrerinnen wieder heran. Als es schwerer wurde, erhöhten Fouquenet und Pieterse erneut die Schlagzahl. Zusammen mit Sara Casasola (Crelan – Corendon) setzten sie sich ab und kamen fünf Sekunden vor einem von Viktoria Chladonova (Visma – Lease a Bike) angeführten Quartett zur nächsten Zielpassage.
Bäckstedt, Zemanova, Chladonova, van Anrooij, Marion Norbert Riberolle (Crelan – Corendon) und van der Heijden machten aus dem Spitzentrio im Mittelteil des Kurses ein Nonett. Im schweren Schlussteil machte erneut Pieterse Druck. Bei der Auffahrt auf die Zielgerade landeten die beiden Crelan-Fahrerinnen Casasola und Norbert Riberolle auf dem Asphalt und Pieterse setzte sich etwas ab.
Bäckstedt bereinigte die Situation für die sechs Verfolgerinnen, dahinter klaffte eine Lücke von 15 Sekunden. Mit van der Heijden musste auch die dritte Crelan-Athletin die Spitze fahren lassen. Aus der setzten sich dann langsam aber sicher Fouquenet und Pieterse ab. Zemanova, Chladonova und van Anrooij konnten die Lücke noch vor dem Schlussteil überbrücken. Durch einen technischen Fehler an der abschließenden Traverse bekam die vor ihr fahrende Fouquenet einen kleinen Vorsprung, den Pieterse und Zemanova bergauf auf der Zielgerade wieder zufahren konnten.
Fouquenet hielt den Druck auf der Schlussrunde weiter hoch und Pieterse und Zemanova schien das Tempo Sorgen zu bereiten. Als van Anrooij und Bäckstedt fast Anschluss fanden, attackierte Pieterse aber auf einer langen Geraden. Zemanova reagierte, wies aber gut zehn Meter Rückstand auf. Aus denen wurden eingangs des Schlussteils mit den Balken, Treppen und der Traverse zwanzig. In diesen Passagen konnte Pieterse ihren Vorsprung verteidigen und auch dahinter blieben die Fahrerinnen auf ihren Positionen.
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