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25.06.2026 | Wie schon in den vergangenen Tagen hatte das Fahrerfeld auch auf der heutigen vierten Etappe mit extremen Bedingungen zu kämpfen: Bei Temperaturen von über 34 Grad waren 142 Kilometer und 3265 Höhenmeter zu bewältigen. Die Strecke führte von San Martino di Castrozza nach Possagno, mit dem Passo Brocon und dem legendären Monte Grappa standen zwei der schwierigsten Anstiege der Tour Transalp an.
Nach einer neutralisierten Abfahrt wurde das Rennen bei Kilometer 18 freigegeben. Es folgte ein rund 20-minütiger Anstieg zum Passo Gobbera, an dessen Ende wir uns in einer etwa 20 Fahrer starken Spitzengruppe behaupten konnten.
Bei Kilometer 26 begann der Anstieg zum Passo Brocon, mit rund 14 Kilo- und 900 Höhenmetern. Wir fuhren wir konsequent unser Tempo und hielten den Rückstand zur Spitze bei etwa einer Minute. Im anschließenden Downhill verloren wir jedoch etwas Zeit. Dadurch konnten mein direkter Konkurrent in der U23-Wertung, Kilian Frühschütz und weitere Fahrer zu unserer Gruppe aufschließen.
Nach einem längeren flachen Abschnitt wartete die entscheidende Herausforderung des Tages: der Monte Grappa. Meine Aufgabe bestand darin, Kilian zu kontrollieren und gleichzeitig so viel Zeit wie möglich gegenüber den führenden Fahrern der Mannschaftswertung herauszuholen.
Bereits nach vier Kilometern des 25 Kilometer langen Anstiegs mit rund 1400 Höhenmetern setzte ich die entscheidende Attacke: Ich konnte meinen Kilian sowie die anderen Fahrer distanzieren und fuhr den Monte Grappa in einem konstant hohen Rhythmus hinauf. Am Gipfel hatte ich eine Lücke auf die verbliebenen Fahrer herausgefahren und entschied mich, die Offensive alleine fortzusetzen.
Von dort bis ins Ziel lagen inklusive der langen Abfahrt noch rund 50 Kilometer. Im Finale konnte ich zu einem weiteren Fahrer aufschließen, mit dem ich die letzten zehn Kilometer gemeinsam absolvierte. Im Ziel betrug mein Vorsprung auf meinen direkten U23-Konkurrenten Kilian Frühschütz 2:30 Minuten. Damit konnte ich meine Führung in der U23-Gesamtwertung auf nun drei Minuten ausbauen.
Für Marco verlief der Tag leider nicht optimal: Er verlor knapp 15 Minuten auf die Spitze der Team-Wertung der Männer. Dennoch konnten wir unseren zweiten Platz in der Gesamtwertung verteidigen und damit die Ausgangslage für die kommenden Tage halten.
Morgen wartet die nächste schwere Prüfung: Die Strecke führt ein weiteres Mal über den Monte Grappa. Auf 100 Kilometern und bei voraussichtlich ähnlich erbarmungsloser Hitze wird es wieder auf eine kluge Renneinteilung ankommen. Unser Ziel ist klar: Den zweiten Platz in der Mannschaftswertung verteidigen und meine Führung in der U23-Wertung behaupten.
Bis Morgen,
Marvin und Marco