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11.10.2026 | (rsn) - Per Strand Hagenes (Visma – Lease a Bike) heißt der Sieger der 120. Ausgabe von Paris-Tours (1.Pro). Der Norweger setzte sich kurz vor dem Schlusskilometer aus einer elfköpfigen Spitzengruppe ab und erreichte das Ziel nach 216 Kilometern zwei Sekunden vor Jasper Stuyven (Soudal – Quick-Step), dessen Konterattacke zu spät kam. Zeitgleich mit dem Belgier gewann Christophe Laporte (Visma – Lease a Bike) den Sprint um den dritten Platz vor Matys Grisel (Lotto – Intermarché) und Jonas Abrahamsen (Uno-X Mobility).
Strand Hagenes war diese Saison bereits beim Antwerp Port Epic (1.1) der Beste. Der Junioren-Weltmeister von 2021 war auf Klassikerterrain bereits als Zweiter bei der E3 Classic (1.UWT) hinter Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) und Begleiter von Alec Segaert (Bahrain Victorious) bei dessen erfolgreichen Auftritt beim GP de Denain (1.Pro) sehr positiv aufgefallen. “Ich habe mich im Laufe des Tages gar nicht so gut gefühlt, habe aber immer weiter gekämpft“, erzählte er im Ziel-Interview.
“Ich wusste, dass es nach den Anstiegen oft wieder zusammenläuft und dass die meisten auf Christophe schielen“, erklärte der 23-Jährige weiter. Der Franzose Laporte war neben Strand Hagenes der Zweite Visma-Athlet an der Spitze und hinterließ einen ausgezeichneten Eindruck. “Davon konnte ich ein wenig profitieren. Ich habe probiert, einen guten Moment für meinen Angriff zu finden und als ich dann die Lücke hatte, bin ich bis zum Ziel all-in gefahren“, meinte Strand Hagenes mit Blick auf seine Attacke kurz vor dem Teufelslappen.
Bester Deutscher im Rennen wurde John Degenkolb (Picnic – PostNL) mit 2:19 Minuten Rückstand auf Platz 61. Kim Heiduk (Netcompany – Ineos) wurde durch einen Sturz die Chance auf eine gute Platzierung genommen. Ebenfalls wenig Glück hatte Jonas Rutsch (Lotto – Intermarché), der mit Materialpech aus der starken Gruppe des Tages herausfiel.
Eine starkes Dutzend mit unter Anderem Rutsch, Jakob Söderqvist (Lidl – Trek), Stefan Bissegger (Decathlon – CMA CGM), Yves Lampaert (Soudal – Quick-Step), Storm Ingebrigtsen (Uno-X Mobility) und Martijn Rasenberg (Unibet – Rose Rockets) bildeten die ernst zu nehmende Gruppe des Tages. Der Niederländer fiel allerdings mit Materialpech zurück.
Bei noch 49 zu fahrenden Kilometern ging es rund. Zunächst machten circa 15 Fahrer im Peloton einen Ausflug ins neben der Straße gelegene Feld. Dazu gehörte auch Heiduk. Kurz danach fiel vorn Rutsch mit einem Platten zurück. Seine Gruppe teilte sich und Bissegger, Lampaert, Ingebrigtsen, Matis Louvel (NSN) und Julius van den Berg (Picnic – PostNL) behaupteten sich vorn, lagen aber nur noch 35 Sekunden vor der rund 45-köpfigen Meute.
Das Streckenprofil von Paris-Tours | Foto: Veranstalter
Bis die sich nach dem Sturz gesammelt hatte, war ihr Rückstand wieder auf eine Minute angewachsen. Ingebrigtsen musste vorn auf einem der Schottersektoren mit noch 25 zu fahrenden Kilometern passen. Auch das Peloton brach dort. Uno-X Mobility machte nun Tempo, um niemanden zur circa 30 Fahrer starken Gruppe zurückkommen zu lassen.
An einem Hügel griff Pierre Gautherat (Decathlon – CMA CGM) an. Er erreichte die Ausreißer als Erster und ging auf den direkt folgenden Schotterabschnitt. Hier fiel Jenno Berckmoes (Lotto – Intermarché) mit Materialproblemen zurück. Bei noch 14 zu fahrenden Kilometern überbrückte Strand Hagenes mit Rasmus Pedersen (Decathlon – CMA CGM) den kleinen Rückstand zum Spitzenreiter. Dieses Trio wurde 11,5 Kilometer von ungefähr 25 Verfolgern eingeholt.
An der Cote de Rochecorbon mit noch neun zu fahrenden Kilometern setzte sich ein Sextett mit Strand Hagenes, Laporte, Lewis Askey (NSN), Thibaud Gruel (Groupama – FDJ United), Paul Lapeira (Decathlon – CMA CGM) und Abrahamsen ab. Am 6-Kilometer-Schild kam ein Quintett mit Grisel, Florian Senechal (Alpecin – Premier Tech), Toms Skujins (Lidl – Trek), Stuyven und Pedersen dazu.
Diese Elf arbeiteten allerdings überhaupt nicht zusammen. Es kam fast zu Stehversuchen, doch von hinten drohte keine Gefahr mehr. Skujins attackierte 1300 Meter vor dem Ziel. Strand Hagenes ging mit und direkt rüber. Der Lette konnte nicht reagieren. Stuyven tat das danach schon, war mit seiner Aktion aber zu spät. Er konnte den Norweger nicht mehr einholen und wurde Zweiter.
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