Ex-Profi Baldauf setzt mit dem Baldiso Zenith neue Maßstäbe

Das schnellste Rennrad der Welt

Foto zu dem Text "Das schnellste Rennrad der Welt"
Der Gründer der deutschen Radmarke Baldiso hat mit dem Zenith das schnellste und beste Rennrad der Welt erschaffen. | Foto: Baldiso

02.11.2026  |  (rsn) – Mit dem ambitionierten Ziel, das schnellste Rennrad der Welt gebaut zu haben, hatte Sebastian Baldauf bei der Vorstellung des neuen Baldiso Zenith die Erwartungen hochgeschraubt. Windkanalversuche, mechanische Tests und die Bewertung des Magazins TOUR geben dem Gründer der deutschen Fahrradmarke nun recht. Nach Versuchen in den vier wichtigsten Bereichen moderne High-End-Rennräder steht hinter dem Baldiso Zenith eine neue Bestnote.

Die Konkurrenz trägt dabei große Namen. Das Specialized S-Works Tarmac SL9 und das Giant Propel Advanced SL lagen mit einer Gesamtnote von jeweils 1,4 auf dem geteilten Platz an der Spitze. Im Gegensatz zu den beiden renommierten Herstellern gibt es Baldiso erst seit sechs Jahren. Neben Gründer Baldauf sind etwa zehn weitere Menschen bei der Firma im Allgäu angestellt. Und der ehemalige Radprofi setzt beim Rahmen auf Expertise nur aus Deutschland.

Das Baldiso Zenith wurde mit der Vision gebaut, das schnellste Rennrad der Welt zu sein. | Foto: Baldiso

Mit der Bestnote von 1,3 setzen Baldauf und die Entwickler neue Maßstäbe. Der Aero-Test wird im GST-Windkanal in Immenstaad abgenommen. Statt eines Menschen sitzt ein motorisierter Dummy auf dem Rad, der lediglich über Beine verfügt. Zusätzlich muss eine Trinkflasche im Flaschenhalter vorhanden sein.

Bestnoten in drei von vier Kategorien

Das Zenith kommt auf den Rekordwert von lediglich 193,6 Watt und übertrifft damit den vorherigen Spitzenreiter, das Tarmac SL9, um mehr als 10 Watt. Doch nicht nur bei der Aerodynamik kommt das neue Spitzenmodell der deutschen Firma auf die Spitzennote von 1,0. Das Zenith kann mit einem Gewicht von 6,2 Kilogramm fahrfertig aufgebaut werden und unterschreitet das UCI-Limit um ganze 600 Gramm, was jedoch für den Anspruch, das schnellste Rennrad der Welt zu bauen, nicht relevant ist. Der Rahmen alleine wiegt 860 Gramm, im Set mit der Lenker-Vorbau-Einheit im Gegensatz spart das Rad zu anderen Aero-Rennrädern bis zu 300 Gramm.

Auch bei der Steifigkeit setzt das Zenith mit einer Tretlagersteifigkeit von 73 N/mm einen neuen Bestwert auf. Der Wert wird vom renommierten Zedler-Institut ermittelt. Der Fahrradrahmen wird dabei fest auf einem massiven Prüfstand eingespannt und eine Eisenstange im Tretlager montiert. Messuhren und Sensoren erfassen, wie stark sich das Tretlager und der Rahmen unter Last in seitliche Richtung verwindet, ähnlich wie ein Wiegetritt auf einem Indoor-Trainer. Auch bei diesem Test schließt das Zenith mit der Note 1,0 ab.

Simon Bühler von Carbonworks (links) griff für das Zenith tief in die Trickkiste und entwickelte von Grund auf neue Lösungsansätze.

Die hohe Steifigkeit sorgt unter anderem dafür, dass das Zenith beim Komfort in der Bewertung ein paar Abstriche hinnehmen muss. Doch Baldauf und sein Team fanden auch hier kreative Lösungen wie die von CarbonWorks unter der Leitung von Simon Bühler speziell entwickelte Sattelstützeneinlösung. Statt die Stütze klassisch tief in das Sitzrohr reinzuschieben und starr zu klemmen, wird ein abgerundetes Befestigungsstück genutzt, das die gewünschte Sattelhöhe definiert.

Die Stütze wird dadurch nicht vollständig blockiert und das Carbonrohr kann in sich minimal arbeiten und flexen. Das Zedler-Institut maß somit Komfortwerte von 130 bis 170 N/mm, die für ein Aero-Rad hervorragend sind und eine Teilnote von 2,3 ergeben. Die Flexibilität im Sattelbereich wirkt sich zudem nicht auf die hohe Tretlagersteifigkeit und damit nicht auf die Performance aus.

Messwerte in der Übersicht:

Gewicht Komplettrad: 6.190 Gramm
Note: 1,0

Aerodynamik: 193,6 Watt
Note: 1,0

Fahrstabilität: 8,7 N/mm
Note: 1,3

Komfort Heck: 147 N/mm
Note: 2,3

Komfort Front: 87 N/mm
Note: 2,3

Baldiso Zenith

Foto: Baldiso

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