Rad fahren - aber sicher!

31.08.2003  |  Mit Veröffentlichung der Halbjahresstatistik zu Verkehrsunfällen sind in den letzten Tagen Fahrradunfälle ein verbreitetes Thema in den Medien. Unter dem Motto „Rad fahren - aber sicher!„ hat der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Bayern e.V. auf seiner Webseite www.adfc-bayern.de praxisnahe Verhaltensempfehlungen und Tipps bereit gestellt, die auch auf den eigenen Rechner heruntergeladen werden können. Denn "wissen, wie ich mich richtig verhalte, ist die erste Voraussetzung für sicheres Rad Fahren", betont ADFC-Landesgeschäftsführer Hubert Ströhle.

Darüber hinaus sind aus ADFC-Sicht beim Thema Fahrradunfälle aber noch weitere wichtige Punkte zu bedenken:

Radwege bieten nicht automatisch mehr Sicherheit

Die Entmischung des Straßenverkehrs durch die Abtrennung von Radwegen von der Fahrbahn bringt häufig eine verringerte Wahrnehmung des Radverkehrs durch den Autoverkehr mit sich, insbesondere dann, wenn sich zwischen Fahrbahn und Radweg parkende Autos und Bäume oder Büsche befinden. An Kreuzungen, Einmündungen sowie Grundstückszufahrten kommt es trotzdem zwangsläufig zur Begegnung der beiden Verkehrsarten, was sowohl Auto- als auch Radfahrern dort eine deutlich erhöhte Aufmerksamkeit abverlangt. Auf der Fahrbahn abmarkierte Radfahrstreifen sind hier gegenüber herkömmlichen Radwegen entlang des Gehwegs die bessere Alternative.

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt im Übrigen seit 1997 Mindeststandards wie z.B. eine Mindestbreite von 1,50 Metern für Radwege vor, wenn sie mit dem blauen Radwegschild als benutzungspflichtig ausgewiesen werden. In der Praxis eingehalten werden diese auch im Interesse der Verkehrssicherheit erforderlichen Mindeststandards keineswegs bei allen benutzungspflichtigen Radwegen. Gerade bei schönem Wetter, wie es dieser Sommer reichlich zu bieten hat, steigt die Auslastung der Radverkehrsanlagen aber rapide an und damit automatisch auch die Unfallgefahr für Radlerinnen und Radler auf häufig viel zu schmalen Radwegen.

1,50 m Seitenabstand beim Überholen von Radlern erforderlich

Gegenseitige Rücksichtnahme, wie sie der § 1 der StVO postuliert, ist die Grundvoraussetzung für ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr. Vielen Verkehrsteilnehmern ist allerdings nicht geläufig, dass die gängige Rechtssprechung beim Überholen von Radfahrern vom Kfz-Verkehr einen Seitenabstand von mindestens 1,50 Metern einfordert.

Regelmäßiges Radeln verringert das Risiko

Wer regelmäßig radelt, ist mit Gefahrstellen wie Kreuzungen und Grundstückszufahrten besser vertraut und kann auf Konfliktsituationen routinierter reagieren. Neben vielen anderen Vorzügen der Fahrradnutzung wie der Förderung der eigenen Gesundheit durch regelmäßige Bewegung verringert regelmäßiges Radeln also auch das Unfallrisiko.

Bessere Absicherung von Baustellen nötig

Ein erhöhtes Gefährdungspotential bieten auch Baustellen. Erst am vergangenen Montag ist in München ein Radfahrer in eine nicht ausreichend abgesicherte 50 cm tiefe Baugrube gestürzt und hat sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. Neben einer mangelhaften Absicherung ist an Baustellen auf Radwegen häufig auch eine widersinnige Beschilderung anzutreffen: Das blaue Schild, das einen gemeinsamen Rad-/Fußweg ausweist wird von Baufirmen mit dem Zusatzschild "Radfahrer absteigen" versehen. Ganz abgesehen davon, dass das Schild "Radfahrer absteigen" keine rechtsverbindliche Anordnung darstellt, ist die Kombination mit dem Rad-/Fußweg-Schild in sich widersprüchlich, da ein solcher mit dem Fahrrad unter Rücksichtnahme auf die Fußgänger immer fahrend bewältigt werden darf.

Weitere Jedermann-Nachrichten

16.10.2026Zwei Wochen Indoor-Spaß mit Profi-Begleitung

Bei ROUVY, der weltweiten Online-Trainingsplattform, ist das Radfahren auf wirklichkeitsnahen virtuellen Strecken nur ein Aspekt – der andere ist der Anspruch, aus Tausenden von Nutzenden eine echte

07.10.2026UCI Granfondo Tre Valli Varesine: Su e giu, auf und ab...

Was für das Team Velolease vor sechs Monaten in Italien begann, sollte nun auch dort, südlich der Alpen enden. So reisten wir vergangenes Wochenende in die Lombardei, nach Varese. Es stand mit dem G

05.10.2026Trainieren wie Topstar Rosa Klöser

Die Canyon//SRAM-Fahrerin hat gute Chancen, ihre Blitzkarriere mit dem WM-Titel zu krönen. Begleitet wird sie seit 2024 von den Kölner Trainings-Experten von SCYENCE – und die haben nicht nur Sp

18.09.202616. Auflage des KOTL mit Rekord-Starterfeld

Noch einmal schlafen – dann gehört der Attersee wieder ganz den Zeitfahrerinnen und Zeitfahrern. Beim King of the Lake fällt dieses Jahr eine neue Bestmarke: Erstmals gehen 1.600 Athletinnen und

17.09.2026BrezelRace: Team Strassacker besetzt Podium und Top Ten

Nach fünf Rennen schon Publikumsliebling: Das schwäbische BrezelRace zog am vergangenen Sonntag knapp 3000 Starter an. Es ging über Klassiker-Terrain, durch die Hügel nördlich von Stuttgart, mit

12.09.2026Ultrakurz-Rennen als Rettung des Straßenradsports?

(rsn) - Die Glocken des Salzburger Doms läuten passend zur Siegerehrung des City Hill Climbs, einem innovativen Rennkonzept mitten im Zentrum der Mozartstadt. Herzstück ist der 900 Meter lange Aufst

11.09.2026Team Strassacker: Gemeinsam zum Gesamtsieg

Nach dem harten Ötztaler Radmarathon stand für das Team Strassacker nur fünf Tage später die nächste Herausforderung auf dem Programm: Das Drei-Etappen-Rennen Riderman in Bad Dürrheim, schon sei

09.09.2026Sauerland-Rundfahrt: Starkes Heimspiel bei der Premiere

Elias Jakobs hat dem Team Velolease bei der Premiere der Sauerland-Rundfahrt einen Podiumsplatz beschert: Der Betzdorfer belegte nach 132 Kilometern und rund 2400 Höhenmetern den dritten Rang. Dahint

04.09.2026Team Velolease: Zum vierten Mal auf dem Stockerl

Mehr als 4000 Starter jedes Jahr - der Ötztaler Radmarathon gehört für viele Radsportler/innen zum Höhepunkt der Saison. Für das Team Velolease war die 45. Auflage des Klassikers noch einmal etwa

02.09.2026Team Strassacker: Trotz Verpflegungs-Problemen am Podium

227 Kilometer, 5500 Höhenmeter, vier Pässe - schon die blanken Zahlen des Ötztaler Radmarathons sprechen für sich. Am vergangenen Sonntag stellten sich fünf Jungs des Teams Strassacker - Nils Kes

30.08.2026Der Ötztaler Radmarathon im Livestream

(rsn) - Der legendäre Ötztaler Radmarathon live und in voller Länge im Stream: 227 Kilometer und 5500 Höhenmeter erwarten tausende Radfahrer am Sonntag. Vier Alpenpässe müssen überwunden werden

27.08.2026Deutschland-Tour Jedermann: Wieder ganz oben am Treppchen

Das Jedermannrennen der Deutschland-Tour gehört fest zur Team-Geschichte des Teams Strassacker - war es doch Anlass für seine Gründung. Nachdem wir dabei im Vorjahr leer ausgingen, sollte in diesem

JEDERMANN-RENNEN DIESE WOCHE
  • Keine Termine