26. Juni - Urbino/ Marche - 73 km, 130 km, 200 km, 300 km

Gran Fondo Straducale: "Il Carpegna mi basta!"

Foto zu dem Text "Gran Fondo Straducale:
| Foto: Scott

20.04.2016  |  (Ra) - Vergangenes Jahr wäre Giro-Held Marco Pantani 45 Jahre alt geworden. Er hat acht Etappen der Italien-Rundfahrt gewonnen, und 1998 den mythischen Doppelsieg Giro und Tour geschafft. Allerdings: Im Jahr darauf wurde er wegen Epo-Dopings gesperrt.

Pantanis "Lieblings"- und Haupt-Trainings-Berg war der Cippo di Carpegna (1375 m) in den Marken (ital. Marche), der zuletzt 2014 Ziel der achten Etappe der Italien-Runde war. Nach einer harten Giro-Ankunft dort stöhnte der Pirat: "Il Carpegna mi basta! - der Carpegna reicht mir", so oft habe er nun hier schon gelitten. Diesen Spruch liest man seitdem immer wieder auf dem Asphalt der bis zu 18 Prozent steilen Rampen des 6-km-Anstiegs.

Wer sich vor Ort inspirieren lassen möchte, etwa von den zahlreichen Info-Tafeln am Rand der Strecke, der tut das am besten am letzten Juni-Sonntag beim "Gran Fondo Straducale" rund um Urbino, in den netten, aber durchaus anspruchsvollen Hügeln der Marken.

Auf der Kurzstrecke, mit 73 km und 995 hm, und dem "media fondo" mit 130 km und 2520 hm, ist der "Cippo" nicht dabei, aber auf dem "gran fondo" mit 200 km und 4600 hm, und auf der "Randonnée"-Strecke mit 300 km und 6535 hm (!).

Ob man angesichts dieser Daten noch dazu kommt, die Schönheit der Region Marken zu genießen? Auf jeden Fall sollte man einen Tag dranhängen, um den Start- und Zielort Urbino anzuschauen - eine der schönsten historischen Städte Oberitaliens.

Erster Anstieg der beiden längeren Strecken ist der Cippo di Carpegna (1375 m). Seit den Zeiten von Fausto Coppi wurde an dieser kernigen Rampe (6 km, 625 hm) immer wieder Rennrad-Geschichte geschrieben - vor allem, wenn der Carpegna Teil der Italien-Rundfahrt war.

Eine Besonderheit gibt's beim 300-km-Randonnée: Es wird um 22 Uhr gestartet, um "beim ersten Tageslicht auf dem Berg Petrano anzukommen, und das prächtige Panorama unserer schönen Berge zu geniessen", sagt Samuele Fanelli, Präsident des Verkehrsvereins Pieve di Cagna, und selbst aktiver Radsportler.

Übrigens: In Pieve wird in der Nacht ein grosses Fest gefeiert, um die Teilnehmer, die vom Carpegna herunterkommen, würdig zu empfangen. Basta!

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