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02.03.2026 | Am Rennrad mit Unterstützungsmotor scheiden sich nach wie vor die Geister. Denn wer jung und/oder gut in Form ist, denkt nicht unbedingt darüber nach, dass das eine zu 100 % und das andere mit sehr großer Sicherheit irgendwann vorbei sein wird. Was also, wenn der Hausberg zur Qual wird? Einfach mit dem Radfahren aufhören?
In den superleichten Carbonrahmen der Rennmaschine ist das TQ-Antriebssystem praktisch unsichtbar integriert.Nein, denn mit dem neuen Scott Fastlane ist nun ein E-Roadbike auf dem Markt, das als eines der Ersten für sich in Anspruch nehmen kann, zwischen Motorunterstützung, Fahrverhalten und sportlichem Anspruch fair zu vermitteln. Das gelingt durch die Verwendung des TQ HPR40, einem eigens für Rennrad entwickelten Mittelmotor mit auf den ersten Blick bescheiden wirkenden Leistungsdaten: Sein Drehmoment liegt bei 40 Nm, die Maximalleistung allerdings bei nur 200 Watt und der Unterstützungsfaktor bei 1. Zum Vergleich: Ein starker Bosch-Motor kann mit U-Faktor 4 bis zu 750 Watt leisten und ist dabei mit bis zu 100 Nm Drehmoment nicht mal auf eine hohe Tretfrequenz angewiesen.
Bedient wird der Motor mit der Taste am Lenkerende.Der TQ-Motor kann die Fahrerleistung dagegen höchstens verdoppeln, gibt also beispielsweise zu 150 Watt Eigenleistung weitere 150 dazu. Daraus ergibt sich eine Gesamtleistung, mit der man bergauf schon viel anfangen kann – allerdings muss man dafür ebenso flott wie kräftig in die Pedale treten, wogegen einem die großen Mittelmotoren die Arbeit fast komplett abnehmen. Und so darf man sich auf dem Scott durchaus als Radsportler(-in) fühlen, denn wie von selbst geht es hier nicht.
Antriebsdaten können auf den Radcomputer übertragen werden.Natürlich regelt der Motor bei 25 km/h ab, was bedeutet, dass man in vielen, wenn nicht den meisten Fahrsituationen komplett aus eigener Kraft unterwegs ist. Deshalb ist auch der integrierte 290-Wattstunden-Akku groß genug, wobei es einen Range Extender im Trinkflaschen-Format mit weiteren 160 Wh gibt. Die kleine Batterie im Unterrohr sorgt auch dafür, dass das Scott Fastlane praktisch nicht mehr als E-Bike zu erkennen ist. Auch die Bedienelemente sind auf ein Minimum reduziert, nämlich auf eine Taste + Kontroll-LED im rechten Lenkerende. Am Carbonrahmen selbst, dessen Gewicht Scott mit 865 Gramm angibt (Gabel: 353 Gramm), fällt höchstens der Lufteinlass vorm Tretlager zur Kühlung auf.
Da der Motor maximal 200 Watt leistet und nie mehr als der Fahrer selbst, muss man auf dem Scott Fastlane kräftig in die Pedale treten.Mit aerodynamischen Formen, Carbon-Radsatz und ausgewogen-sportlicher Sitzgeometrie ist das Scott Fastlane in jeder Hinsicht ein modernes Rennrad, mit seinen 34er Schwalbe-Reifen dabei auf schlechte Straßen abgestimmt. Scott bietet drei Varianten mit Shimano Di2 2x12 an: das Fastlane 20 für 6.799 Euro mit Shimano 105, das Fastlane 10 mit Ultegra für einen Tausender mehr sowie das Fastlane Premium, das mit Dura-Ace und teurem Zipp 353 NSW statt des hauseigenen Carbon-Radsatzes satte 11.999 Euro kostet. Die Gewichtsangaben liegen bei 11,1, 10,6 sowie 9,9 Kilo, wozu das Motorsystem jeweils rund 2,7 Kilo beiträgt.
Überm Tretlager wird das Ladegerät bzw. der Range Extender angeschlossen.Angst davor, seinen Lieblingsanstieg nicht mehr hochzukommen, muss man seit der Vorstellung des Scott Fastlane nicht mehr haben – und damit ist das neue E-Rennrad eine wirklich sinnvolle Innovation, ob man es sofort benötigt oder erst in einiger Zukunft...
Die aerodynamische Formsprache betont den sportlichen Anspruch des Scott Fastlane.
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