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04.02.2013 | (Ra, PSC) - In den 27 Jahren seiner Austragung ist die "Maratona dles Dolomites Enel" immer populärer geworden. Inzwischen zählt das Hobby-Rennen mit mehr als 31 000 Teilnahme-Anträgen, aus dennen die 9000 Starter ausgelost werden, zu einem der wichtigsten internationalen Rad-Events in Italien und in Europa zählt.
Nun schultert das Organisationskomitee eine neue Herausforderung, die vor drei Jahren mit der Bestimmung des "carbon footprint" begann, also Auflistung der Umwelt-Auswirkungen der Maratona. Das neue Ziel besteht darin, die Zertifizierung des nachhaltigen Event-Managements nach ISO 20121 zu erhalten, einer internationalen Norm, die erstmals anlässlich der Olympischen Spiele in London 2012 angewendet wurde.
"Ein langwieriges Verfahren, dabei nur das erste von einer Reihe von weiteren, die für den Abschluss dieses ehrgeizigen Projekts nötig sind", sagt Rennleiter Michil Costa, der sich als Hotelier seit langem mit Umwelt- und Nachhaltigkeits-Projekten in den Dolomiten beschäftigt: „Auch die Natur hat das Recht, erhalten zu bleiben, ihre Lebenszyklen zu erneuern, geschützt zu werden."
Das Ziel einer Veranstaltung mit kompensierten Emissionen
zu erreichen, sei keine Verkaufs-Strategie, so Costa weiter, "sondern eine Selbstverständlichkeit, sogar unsere Pflicht. Wir wollen es machen. Denn nichts ist unerreichbar - es gibt nur längere oder kürzere Schritte. Wir sind auf dem richtigen Weg“.
Zweck des Projekts ist die Zertifizierung der Nachhaltigkeit der "Maratona dles Dolomites - Enel" in sämtlichen Phasen der Veranstaltung: Organisation, Vorbereitung, Ablauf, Abschluss. Die erste Phase betrifft Emissionen, Wasser-Ressourcen, Müll, Strom und lokale Produktion - der "carbon footprint", der auch die teilweise Kompensierung der Treibhausgas-Emissionen beinhaltet.
Derzeit sind die Treibhausgas-Emissionen der Maratona zu 82,7 Prozent kompensiert. Das bedeutet, dass noch zirka 57 Tonnen Kohlendioxid-Equivalent innerhalb dieses Jahres reduziert werden müssen.
Die Bewertung der Treibgas-Emissionen aus den Tätigkeiten, die durch die Teilnehmer und die Mitwirkenden erzeugt werden, ist eine der Prioritäten der Maratona dles Dolomites.
Unterstützt wird die Veranstaltung von zahlreichen Sponsoren,
die zunehmend Interesse an einer solchen Bewertung haben. Dazu zählt die Firma "Sportourer Selle Italia", die seit diesem Jahr eine neue Sattel-Serie FLX erstmals mit einem hohen Anteil an Rizinusöl-Derivaten, also einer recycelbaren und 100% biologisch abbaubaren natürlichen Ressource herstellt, und in der Produktion saubere Energie verwendet, um die schädlichen Emissionen einzuschränken.
Aber auch die beiden anderen Hauptsponsoren, der Tourismus-Verband Südtirol und der Sportnahrungs-Hersteller Enervit, haben sich Umweltverträglichkeit auf die Fahnen geschrieben. So wurden von Enervit letztes Jahr bioabbaubare Flaschen für die Maratona-Teilnehmer eingeführt, und Südtirol hat weitere umweltverträgliche Programme initiiert.
Die Fakten:
30. Juni, 27. Ausgabe der "Maratona dles Dolomites - Enel";
Start in La Villa, Ziel in Corvara;
9000 Teilnehmer,
drei Strecken:
lang, mit 138 km und 4190 hm,
mittel, mit 106 km und 3090 hm ,
"Sellaronda" mit 55 km und 1780 hm.
Live-Übertragung auf Raitre,
Verkehrssperre der Pässe während des Rennens.
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