11. August - Benzin/ Lübz - 115 km - Rennbericht Merkur Druck

Mecklenburg Giro: falsch abgebogen

Von Friedrich Schweizer

Foto zu dem Text "Mecklenburg Giro: falsch abgebogen"
| Foto: merkurcycling.de

12.08.2013  |  Der "Mecklenburg Giro" steht für das nördlichste Rennen des "German Cycling Cup" (GCC), auf einer 115-Kilometer-Runde in ländlicher Atmosphäre, durch viele Dörfer und über kleine Strassen. Die eigentlich schöne Strecke wurde durch die Tatsache getrübt, dass eine deutliche Beschilderung fehlte.

Nicht nur abgeschlagene Fahrer hatten große Mühe,
den richtigen Weg zu finden. Selbst das Führungsfahrzeug schlug den falschen Weg ein, und verpasste somit der 50 Mann starken Führungsgruppe einen acht Kilometer langen Zusatz-Ausflug.

Dies hatte zur Folge, dass eine nachfolgende 20 Mann starke Gruppe mit Streckenkenntnis das Ziel vor der Spitze erreichte. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass dieser Fakt zu einiger Verwirrung und Diskussionen führte...

Nun aber zum eigentlichen Rennen:
Eine Runde im Norden verbindet man fast selbstverständlich mit wenig Höhenmeter und viel Wind. Und so war es auch: Wind und Wetter prägten den Rennverlauf. Viele Windkanten, nasse Strassen und Kopfsteinpflaster auf den letzten Kilometern waren die natürlichen Feinde des Feldes.

Die großen Teams hatten sich viel für den Tag vorgenommen, und begannen schon früh nach einer Entscheidung zu suchen. Durch die viele Attacken, die zwar nicht von Erfolg gekrönt waren, wurde das Tempo stets hochgehalten. Das führte wiederum dazu, dass das anfangs große Feld schnell schrumpfte, und am Ende nur ca. 50 Mann als führende Gruppe auf die letzten Kilometer gingen.

Die letzten zehn Kilometer waren dann durch
den späteren Sieger geprägt. Christian Müller schlug ein sehr hohes Tempo auf der Windkante an, und die langezogene Gruppe begann langsam zu zerfallen. Nach dem Kopfsteinpflaster-Stück fünf Kilometer vorm Ziel waren nur noch 20 Mann übrig, und Müller gelang es, ein kleines Loch zwischen sich und die Gruppe zu reißen.

Obwohl unser Fahrer Christian Dengler alle Kräfte mobilisierte, gelang es uns nicht mehr, dieses Loch zu schließen - vor allem natürlich, weil das "Team Graakjaer" kein Interesse hatte, ihren eignen Mann einzuholen.

Im Sprint um die weiteren Plätze gelang es dann
dem Team um Marek Bosniatzki, zu unserem Leidwesen auch noch den zweiten und dritten Platz zu belegen. Dieser Dreifach-Erfolg krönte, das muss man ehrlich zugeben, die starke Mannschaftsleistung in Mecklenburg.

Mit dem vierten Platz gelang es unserem Top-Fahrer Daniel Knyss, in Schlagweite zum Gelben Trikot zu bleiben. Wir werden natürlich alles geben, um in den letzten vier Rennen Daniel wieder an die Spitze zu bringen.

In der Team-Wertung konnten wir durch sechs Mann
in den Top 20 den zweiten Platz hinter dem "Team Graakjaer" und vor "Bürstner Dümo" erreichen, wodurch wir die Führung in der Team-Gesamtwertung vor dem "Team Strassacker" eroberten.

Es war ein sehr abwechslungsreiches, aber auch kräftezehrendes Wochenende. Nun beginnt die Vorbereitung auf die letzten vier Rennen des GCC. Der nächste Wettbewerb ist die "Bremen Challenge" am 1.9.

Bis dahin wünschen wir allen Fahrern gute Erholung, und ein erfolgreiches Training.
Sportliche Grüße,
euer Friedrich

Weitere Jedermann-Nachrichten

04.09.2026Team Velolease: Zum vierten Mal auf dem Stockerl

Mehr als 4000 Starter jedes Jahr - der Ötztaler Radmarathon gehört für viele Radsportler/innen zum Höhepunkt der Saison. Für das Team Velolease war die 45. Auflage des Klassikers noch einmal etwa

02.09.2026Team Strassacker: Trotz Verpflegungs-Problemen am Podium

227 Kilometer, 5500 Höhenmeter, vier Pässe - schon die blanken Zahlen des Ötztaler Radmarathons sprechen für sich. Am vergangenen Sonntag stellten sich fünf Jungs des Teams Strassacker - Nils Kes

30.08.2026Der Ötztaler Radmarathon im Livestream

(rsn) - Der legendäre Ötztaler Radmarathon live und in voller Länge im Stream: 227 Kilometer und 5500 Höhenmeter erwarten tausende Radfahrer am Sonntag. Vier Alpenpässe müssen überwunden werden

27.08.2026Deutschland-Tour Jedermann: Wieder ganz oben am Treppchen

Das Jedermannrennen der Deutschland-Tour gehört fest zur Team-Geschichte des Teams Strassacker - war es doch Anlass für seine Gründung. Nachdem wir dabei im Vorjahr leer ausgingen, sollte in diesem

03.08.2026Team Strassacker: Vier Rennen - und viele Erfolge

Seit vielen Jahren zieht es das Team Strassacker traditionell Ende Juli in die "Grüne Hölle" der Eifel. Auf dem legendären Nürburgring starteten die Jungs des Teams dieses Jahr in unterschiedliche

30.07.2026Rad am Ring: Florian Christ triumphiert in der grünen Hölle

Meine Vorgabe als Team-Chef für das Rennen am Nürburgring war eindeutig: Individuelle Ziele werden dem Gesamtsieg untergeordnet. Mit einer klaren Taktik gingen wir ins Rennen, denn das Ziel war: Am

27.07.20263Rides Gravel Winterberg: Zehn Stunden Vollgas auf Schotter

Drei Tage feinste Gravel-Action im Hochsauerland: Das 3Rides-Gravel-Etappen-Rennen lockte viele ambitionierte Radsportler/innen nach Winterberg, so auch das Team Strassacker. Auch wenn die anspruchsvo

07.07.2026Maratona dles Dolomites: Über sieben Pässe musst Du fahr´n...

Die Maratona dles Dolomites zählt seit vielen Jahren zu den prestigeträchtigsten Granfondos in Europa: 138 Kilometer, 4230 Höhenmeter, legendäre Dolomiten-Pässe wie Pordoi, Sella, Grödner Joch,

01.07.2026Granfondo Livigno: Teamwork auf den schönsten Alpenpässen

167 Kilometer, 4300 Höhenmeter und sieben Pässe – nur zwei Wochen nach dem für uns recht erfolgreichen SuperGiro Dolomiti folgte mit dem Granfondo Alé Livigno für neun Fahrer des Team VeloLease

30.06.2026Tour Transalp: Finale furioso am Lago

Die letzte Etappe der Tour Transalp führte uns von Lavarone nach Riva del Garda. Mit 85 Kilometern war sie etwas kürzer als die der vorherigen Tage, hatte mit rund 1850 Höhenmetern aber noch einmal

29.06.2026Gravel Vianden: Mit Knallgas an der Our

(rsn) - Gravel boomt - das sieht man auch in Vianden in Luxemburg: Das UCI Eislek Gravel Race zieht jedes Jahr mehr Starterinnen und Starter an. Am vergangenen Sonntag ging es auf einer 37-km-Runde mi

28.06.2026Tour Transalp: Zwei Zeitfahren auf einer Etappe

Die vorletzte Etappe der Transalp führte uns gestern von Semonzo nach Lavarone. Pünktlich um neun Uhr ging es auf die 126 Kilometer lange Strecke mit fast 2860 Höhenmetern - die mit einem besondere

JEDERMANN-RENNEN DIESE WOCHE
  • Keine Termine