Estavayer-le-Lac/ Schweiz - Rennbericht

Red Bull Velodux: Freestyle meets Cyclocross

Von Daniela Vögtlin

Foto zu dem Text "Red Bull Velodux: Freestyle meets Cyclocross"
| Foto: redbullcontentpool.com

09.11.2015  |  Der Startschuss fällt, eine Horde rennt los – dabei ist "Red Bull Velodux" ein Radrennen. 300 Meter weiter halten den Startern ihre Partner die Quer-Velos hin.

Gefahren wurde in Zweier-Teams,
jeweils einer ist auf der Strecke, der andere erholt sich. Von Beginn weg kämpfen die Gebrüder Flückiger (CH), der Junioren-Weltmeister Mountainbike und Cyclocross Andreassen mit seinem Partner Carstensen Fini (DK), und Rohrbach-Winterfeld um die Führung.

Runde um Runde wechseln sie sich auf den ersten drei Positionen ab. Nach 60 Minuten Rennzeit wird die letzte Runde eingeläutet, und Rohrbach setzt den entscheidenden Angriff: Er schickt nicht seinen Kollegen ins Rennen, sondern fährt durch, und gewinnt auf der sandigen Start-Ziel-Geraden wichtige Meter.

Allerdings geht Rohrbach auf der Schlussrunde

dann zu Boden, und kann nur einen kleinen Vorsprung halten. «Danach wurde es richtig hart, denn die beiden anderen Fahrer waren frischer; sie kamen ja aus der Pause.» Doch Rohrbach mobilisiert seine letzten Reserven, und bleibt vorne. «Gewinnen ist immer schön, aber so macht es besonders viel Spass», findet sein Partner Lukas Winterfeld.

Das schnellste Frauen-Team ist Krähenmann - Frei

aus der Schweiz. «Die lange Treppe hinunter war extrem hart» bekennt Sina Frei: «Entscheidend war, dass wir sturzfrei blieben, und konstante Runden fahren konnten. So hatten wir das Rennen gut im Griff.»

Sturzfrei zu bleiben war auch das Ziel von Pascal Richard, Quer-Weltmeister 1988 und Strassen-Olympiasieger 1996, der sich nach über 20 Jahren wieder auf ein Querfeldein-Velo setzte.

Das Teilnehmerfeld las sich wie ein Überblick

über die Disziplinen des Radsports, vertreten durch nationale und internationale Top-Athleten: Die Mountainbike-Weltspitze war durch die genannten Teams, wie auch durch Florian Vogel, Martin Gujan und weitere Weltcup-Athleten gut vertreten.

Ralph Näf fuhr sein erstes Rennen als Ex-Profi im Duo mit dem Strassenfahrer Michael Albasini. Strassen-Schweizermeister Danilo Wyss war einer von diversen weiteren Asphalt-Spezialisten am Start. Von der Bahn kam der frischgebackene Weltmeister Stephan Küng, der mit seinem Kollegen Silvan Dillier ein Team bildete.

Der Parcours führte über eine lange Treppe hinauf

ins Schloss von Estavayer, durch enge Durchgänge in der Schlossmauer, dann über die Pflastersteine der Altstadt, garniert mit einer Steilkurve, einer Wellenbahn und weiteren Elementen, die man eher aus dem Freestyle kennt.

Der Untergrund wechselte von Wiese, Sand und Schlamm zu Pflaster und Asphalt. Die härteste Prüfung, nicht nur für das Material, waren die 104 Treppenstufen hinunter ins Flachstück. Der harte Parcours kontrastierte mit dem milden Herbstwetter, das allen, die nicht gerade auf Teufel komm raus in die Pedale traten, ein Lächeln ins Gesicht zauberte...

 

Weiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößern

Weitere Jedermann-Nachrichten

04.09.2026Team Velolease: Zum vierten Mal auf dem Stockerl

Mehr als 4000 Starter jedes Jahr - der Ötztaler Radmarathon gehört für viele Radsportler/innen zum Höhepunkt der Saison. Für das Team Velolease war die 45. Auflage des Klassikers noch einmal etwa

02.09.2026Team Strassacker: Trotz Verpflegungs-Problemen am Podium

227 Kilometer, 5500 Höhenmeter, vier Pässe - schon die blanken Zahlen des Ötztaler Radmarathons sprechen für sich. Am vergangenen Sonntag stellten sich fünf Jungs des Teams Strassacker - Nils Kes

30.08.2026Der Ötztaler Radmarathon im Livestream

(rsn) - Der legendäre Ötztaler Radmarathon live und in voller Länge im Stream: 227 Kilometer und 5500 Höhenmeter erwarten tausende Radfahrer am Sonntag. Vier Alpenpässe müssen überwunden werden

27.08.2026Deutschland-Tour Jedermann: Wieder ganz oben am Treppchen

Das Jedermannrennen der Deutschland-Tour gehört fest zur Team-Geschichte des Teams Strassacker - war es doch Anlass für seine Gründung. Nachdem wir dabei im Vorjahr leer ausgingen, sollte in diesem

03.08.2026Team Strassacker: Vier Rennen - und viele Erfolge

Seit vielen Jahren zieht es das Team Strassacker traditionell Ende Juli in die "Grüne Hölle" der Eifel. Auf dem legendären Nürburgring starteten die Jungs des Teams dieses Jahr in unterschiedliche

30.07.2026Rad am Ring: Florian Christ triumphiert in der grünen Hölle

Meine Vorgabe als Team-Chef für das Rennen am Nürburgring war eindeutig: Individuelle Ziele werden dem Gesamtsieg untergeordnet. Mit einer klaren Taktik gingen wir ins Rennen, denn das Ziel war: Am

27.07.20263Rides Gravel Winterberg: Zehn Stunden Vollgas auf Schotter

Drei Tage feinste Gravel-Action im Hochsauerland: Das 3Rides-Gravel-Etappen-Rennen lockte viele ambitionierte Radsportler/innen nach Winterberg, so auch das Team Strassacker. Auch wenn die anspruchsvo

07.07.2026Maratona dles Dolomites: Über sieben Pässe musst Du fahr´n...

Die Maratona dles Dolomites zählt seit vielen Jahren zu den prestigeträchtigsten Granfondos in Europa: 138 Kilometer, 4230 Höhenmeter, legendäre Dolomiten-Pässe wie Pordoi, Sella, Grödner Joch,

01.07.2026Granfondo Livigno: Teamwork auf den schönsten Alpenpässen

167 Kilometer, 4300 Höhenmeter und sieben Pässe – nur zwei Wochen nach dem für uns recht erfolgreichen SuperGiro Dolomiti folgte mit dem Granfondo Alé Livigno für neun Fahrer des Team VeloLease

30.06.2026Tour Transalp: Finale furioso am Lago

Die letzte Etappe der Tour Transalp führte uns von Lavarone nach Riva del Garda. Mit 85 Kilometern war sie etwas kürzer als die der vorherigen Tage, hatte mit rund 1850 Höhenmetern aber noch einmal

29.06.2026Gravel Vianden: Mit Knallgas an der Our

(rsn) - Gravel boomt - das sieht man auch in Vianden in Luxemburg: Das UCI Eislek Gravel Race zieht jedes Jahr mehr Starterinnen und Starter an. Am vergangenen Sonntag ging es auf einer 37-km-Runde mi

28.06.2026Tour Transalp: Zwei Zeitfahren auf einer Etappe

Die vorletzte Etappe der Transalp führte uns gestern von Semonzo nach Lavarone. Pünktlich um neun Uhr ging es auf die 126 Kilometer lange Strecke mit fast 2860 Höhenmetern - die mit einem besondere

JEDERMANN-RENNEN DIESE WOCHE
  • Keine Termine