rsn-Test Fixies und Single Speeder - Teil 3

Schindelhauer Victor: schnell, cool, leicht

Von Wolfgang Preß

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| Foto: Schindelhauer

16.09.2018  | 

Alu oder Mattschwarz – das ist beim „Victor“ die Frage, die der Schindelhauer-Kunde als erstes entscheiden muss. Da derzeit viele Trekking-Räder in Schwarz daherkommen, nahmen wir den gebürsteten Alu-Rahmen.

Der macht was her, vor allem wenn er so fein verarbeitet ist –
wie stets bei Schindelhauer. Und wenn er so viele stylische Details hat: ovale Rohre mit Aussparung fürs Hinterrad, in das Sitzrohr integrierte Sattelklemme, gerade Bahn-Ausfallenden, schicke Plattform-Pedale.

Da mit dem Specialized Langster und dem Pure Keirin bisher nur Fixies im Test waren, haben wir uns entschlossen, auch den „Victor“ als Fixie zu fahren. Der wird üblicherweise als Single Speeder ausgeliefert und musste erst auf Starrantrieb umgerüstet werden – dank Flip-Flop-Nabe recht problemlos:

Hinterrad raus, Riemenscheibe auf die andere Seite, einbauen, spannen, fertig. Bei der Gelegenheit haben wir für einen puristischeren Look die hintere Bremse abmontiert (im Fixie-Betrieb halb-legal).

Fahreindruck: Damit hat auch der „Victor“ die typischen Fixie-Fahreigenschaften. Allerdings gewöhnt man sich recht schnell ans Fahren ohne Freilauf – das Rad erinnert mit permanentem Schieben daran. Eine Gehsteigkante hochzufahren erfordert so etwas mehr Konzentration: Beim Lupfen des Vorderrads das Weitertreten nicht vergessen.

Der Gates-"Carbon Drive"-Riemenantrieb sorgt für effiziente, direkte Kraftübertragung. Im Unterschied zu einer Kette ist der Zahnriemen geräuschlos, verschmutzt kaum, kann nicht herunterspringen. Und er ist weitgehend wartungsfrei – ideal für ein problemloses Stadtrad

Auch beim "Viktor" ist die Übersetzung (60 vorne, 22 hinten) erstaunlich breitbandig. In der Stadt fast ideal, und auch – nicht zu steile – Auf- und Abfahrten lassen sich gut bewältigen.

Wie bei jedem Fixie/ Single Speeder schadet allerdings eine gewisse Grund-Fitness nicht; wer wenig trainiert ist, sollte eine leichtere Übersetzung wählen. Und wer noch nie fix gefahren ist, sollte erst ein wenig im Hof üben, bevor er sich in den Verkehr wagt.

rsn-Bewertung: Ein in jeder Hinsicht fein designtes Bike mit vielen schönen Details – und einem prima Gewicht: Unter 8,5 kg sind richtig leicht, auch wenn nicht viel dran ist. Wer ein schnelles, cooles Bike für einen beeindruckenden Auftritt am Boulevard sucht, und wer dafür gern ein wenig mehr Geld ausgibt, der hat mit dem Victor sein Bike gefunden.

Die Daten
Rahmen: Aluminium (AL6061-T6), Aero-Shape-Rohrsatz, 3-fach konifiziert, geschmiedetes, horizontales Ausfallende, Crocodile-Riemenspann-System, Schindelhauer-Belt-Port, integrierte Sattelklemme, interne Zugverlegung, geglättete Schweißnähte
Gabel: gerade, Aluminium
Steuersatz: Tange Seiki, integriert
Antrieb: Gates Carbon Drive CDX
Übersetzung: vorn 60 Z., hinten 22 Z.
Kurbelsatz: Shimano Alfine Hollowtech II
Innenlager: BSA
Pedale: Schindelhauer Urban Pedal, Aluminium, CNC-gefräst
Lenker, Vorbau: Schindelhauer Lenker-Vorbau-Einheit
Sattel: Fabric Scoop Radius Sport
Sattelstütze: Schindelhauer
Griffe: Schindelhauer, schraubbar
Laufräder: Schindelhauer Hochflansch
Naben: Alu, Flip-Flop-Hinterradnabe
Felgen: AlexRims CX30
Speichen: Sapim Race, radial, 3-fach gekreuzt eingespeicht
Bremse/n: Tektro R317 (v), Tektro FL750 (h)
Reifen: Continental Grand Prix 28-622
Gewicht: 8,4 kg
Preis: 1550 Euro
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Weitere Informationen

Schindelhauer Bikes
c2g-engineering GmbH
Schlesische Str. 27
10997 Berlin

Fon: 030/ 695 351 90- 0

E-Mail: info@c2g-engineering.de
Internet: www.schindelhauerbikes.com

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